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So entstand "The Bigger Picture" - Zeichentrick in Größe XXL

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So entstand "The Bigger Picture" - Zeichentrick in Größe XXL

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Genialen Zeichentrick in Größe XXL zeigt The Bigger Picture, einer der erfolgreichsten Animationsfilme des Jahres. Er wurde in Cannes vorgestellt

Genialen Zeichentrick in Größe XXL zeigt The Bigger Picture, einer der erfolgreichsten Animationsfilme des Jahres. Er wurde in Cannes vorgestellt, für einen Oscar nominiert und mit gut 30 Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem BAFTA Award und (erst vor Kurzem) dem Cartoon d’Or für den besten europäischen Animationskurzfilm. Regisseurin Daisy Jacobs erläutert die Entstehung des Films.

Daisy Jacobs: “Es ist eine surreale, lustige Welt aber eigentlich ein ziemlich ernstes Thema. Es ist nicht reine Fantasie. Eine Teekanne zum Beispiel bewegt sich nicht von selbst. Aber wenn sie von einer Figur ausgeschüttet wird, um Nicks Wut und Frustration darzustellen und einfach immer weiter fließt, spiegelt das wieder, wie er sich fühlt.

Die Technik entstand, weil eine gezeichnete 2D-Figur in einem realen Raum Staub saugen sollte. Ich habe schon immer großformatig gemalt, und sagte mir, dass ich ebenso großformatige Animationen machen könnte.

Ich wollte das noch weiter entwickeln. Und so kam ich darauf, dass die Figuren in den Raum eingreifen und mit den Objekten interagieren, damit man sieht, dass sie groß sind. So kam das 3D-Element ins Spiel.

Besonders anspruchsvoll waren die Küchenszenen, denn zum ersten Mal spielten zwei Figuren gleichzeitig, hinzu kam der 3D-Arm und die Interaktion mit den Pappmachee Elementen, zwischen der wirklichen und der unwirklichen Welt. Es war das erste Mal, dass ich mit Chris zusammenarbeitete.”

Chris Wilder: “Ich war für die Requisiten und vor allem für die Stop-Motion-Animation zuständig. Ich habe alle Requisiten und die verschiedenen Arme, die wir im Film benutzen, hergestellt und sie auch in weiten Teilen des Films selbst animiert.

Wir haben eine Technik eingesetzt, bei der reale Objekte von 2D-Figuren in die Wand gezogen werden. Das bedeutete, dass wir die 3D-Objekte nachbauen mussten. Denn die meisten dieser Objekte waren extrem schwer, vor allem das Geschirr oder der Wasserkessel, wir hätten sie nicht lange genug für den Dreh an die Wand hängen können. Wir brauchten viel leichtere Requisiten, die quasi hohl waren. Deswegen haben wir sie originalgetreu aus Pappmachee nachgebaut.

Daisy Jacobs: “Das größte Hindernis bestand darin, die Leute davon zu überzeugen, dass es funktionieren würde, ihnen klar zu machen, dass ich nicht einfach nur zeichnen, Stop Motion oder irgendeine andere Mischtechnik verwenden wollte, sondern lebensgroße Figuren in lebensgroßen Kulissen, dass ich alles selbst malen und die Requisiten selbst herstellen wollte. Damals sagte ich, dass ich zwei Filme gleichzeitig machen könnte, aber das hätte ich definitiv nicht geschafft.”

Der Film handelt von zwei Brüdern, die sich auf ihre Art und Weise um ihre alternde Mutter kümmern. Sieben Minuten geniale Animationskunst mit Message. Einfach zuschauen und genießen!