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Streit um Opferzahlen nach Wallfahrt-Massenpanik in Saudiarabien

Bei der Massenpanik in Saudiarabien letzte Woche sind nach offiziellen Angaben 769 Menschen umgekommen. Dagegen sprechen mehrere Länder wie Indien

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Streit um Opferzahlen nach Wallfahrt-Massenpanik in Saudiarabien

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Bei der Massenpanik in Saudiarabien letzte Woche sind nach offiziellen Angaben 769 Menschen umgekommen.

Dagegen sprechen mehrere Länder wie Indien oder Indonesien jetzt von rund 1100 Toten. Dabei beziehen sie sich vor allem auf die Anzahl der Fotos von Opfern, die Saudiarabien selbst herausgegeben habe.

Darauf stützt sich auch der pakistanische Parlamentsabgeordnete Tarik Fasal Chaudhry, der sich im Regierungsauftrag um den Vorfall kümmert. Pakistans Botschaft in Saudiarabien, so sagt er, verfüge über diese 1100 Bilder.

Konkrete Zahlen gibt es zumindest aus Iran: Demnach kamen bei der Panik 226 Iraner ums Leben; etwa noch einmal so viele werden vermisst.

Außerdem erneuert Iran seine Kritik an Saudiarabien, dem großen religiösen und politischen Rivalen; die Rede ist von Inkompetenz und Missmanagement.

Inzwischen hat Saudiarabien für die unterschiedlichen Opferzahlen eine Erklärung geliefert.

Demnach sind unter den 1100 Toten auch andere, noch nicht identifizierte Opfer der Mekka-Wallfahrt, außerhalb der Massenpanik – dazu ebenfalls Opfer des vorangegangenen Kranunglücks.