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Erstmals Palästinenserflagge vor UN-Gebäude aufgezogen

Vor dem Gelände der Vereinten Nationen wurde am Mittwoch zum ersten Mal die Flagge der Palästinenser gehisst. Für das Volk sei es ein historischer

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Erstmals Palästinenserflagge vor UN-Gebäude aufgezogen

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Vor dem Gelände der Vereinten Nationen wurde am Mittwoch zum ersten Mal die Flagge der Palästinenser gehisst. Für das Volk sei es ein historischer Moment, so Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Meinung

Wer Frieden herbeiführen und den Terrorismus bekämpfen möchte, muss damit beginnen, eine Lösung für den Palästina-Konflikt zu finden.

Palästina ist neben dem Vatikan einer der Beobachterstaaten der Vereinten Nationen. Infolgedessen muss sich das Land bei Abstimmungen raushalten. Außerdem ist ihm ein Platz im Sicherheitsrat verwehrt.

Am Mittwoch hielt Abbas eine Rede vor der UN-Generalversammlung. Als er auf den Konflikt mit Israel zu sprechen kam, wählte er klare Worte: “Solange sich Israel weigert, den Siedlungsbau zu stoppen und die vierte Gruppe von palästinensischen Gefangenen freizulassen, so wie es unser Abkommen vorsieht, lässt man uns keine andere Wahl. In diesem Fall sagen wir in aller Klarheit, dass wir nicht die Einzigen sein werden, die die Abmachungen des Abkommens umsetzten.”

Israel verurteilte Abbas’ Äußerungen als lügnerisch. Entgegen der Vorwürfe wahre Israel den Status quo auf dem Tempelberg. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief Abbas erneut auf, direkten Verhandlungen ohne Vorbedingungen zuzustimmen.

Auf dem Tempelberg entlädt sich der Konflikt seit mehreren Tagen. Dort kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Der Berg gilt sowohl bei Muslimen als auch bei Juden als heilige Stätte.