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Chinas Industrie schwächelt


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Chinas Industrie schwächelt

Die Hinweise auf eine deutliche Abkühlung der Wirtschaft in China verdichten sich. Die Industrie in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schrumpfte im September so stark wie seit mehr als sechs Jahren nicht. Der einschlägige Caixin/Markit-Einkaufsmanager-Index fiel auf 47,2 (August: 47,3) Punkte, also deutlich unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Außerdem wächst der Dienstleistungssektor danach nur noch schwach – 50,5 (nach 51,5) Punkte, der niedrigste Wert seit 14 Monaten.

Die meisten Fachleute gehen zwar davon aus, dass keine harte Landung der Wirtschaft droht. Zum ersten Mal seit der globalen Finanzkrise könnte das Wachstum aber unter die von der Staatsführung erwünschten sieben Prozent rutschen – Ökonomen der Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) rechnen nur noch mit 6,4 Prozent.

Dies wäre das niedrigste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert für das Schwellenland – die Wirtschaft hatte 2014 noch um 7,3 Prozent zugelegt. Unter Experten waren in jüngster Zeit immer stärkere Zweifel an der offiziell mitgeteilten Wachstumszahl aufgekommen.

Im kommenden Jahr erwartet die Ratingagentur Fitch nur noch 6,3 Prozent Plus, S&P rechnet sogar mit einer deutlichen Abkühlung auf 4,4 Prozent. Und in den USA droht die Zinswende. Da Anlagen dort dann attraktiver werden, befürchten Schwellenländer von China bis Brasilien einen Abfluss von Kapital, das ihr schnelles Wachstum in der Vergangenheit mit ermöglicht hat.

su mit Reuters

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