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In letzter Minute: Gouverneurin schiebt Hinrichtung wegen Zweifel am Gift auf

Die Verwandten standen schon bereit, um Abschied zu nehmen, da hat die Gouverneurin von Oklahoma die Hinrichtung von Richard Glossip verschoben. Es

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In letzter Minute: Gouverneurin schiebt Hinrichtung wegen Zweifel am Gift auf

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Die Verwandten standen schon bereit, um Abschied zu nehmen, da hat die Gouverneurin von Oklahoma die Hinrichtung von Richard Glossip verschoben. Es müsse abgeklärt werden, ob das vorgesehene Gift für die Hinrichtung zulässig sei, hieß es zur Begründung.

Kritiker meinen, das Mittel sei nicht stark genug, um schwere Schmerzen bei Hinrichtungen zu vermeiden. Im April 2014 hatte die Hinrichtung eines verurteilten Mörders und Vergewaltigers mit dem selben Gift 43 Minuten gedauert.

In Absprache mit dem Staatsanwalt und der Gouverneurin und aus Sorgfaltspflicht sei die Aufschiebung der Hinrichtung von Richard Eugene Glossip um einen Monat entschieden worden, erklärte ein zuständiger Beamter. Man werde nun prüfen, ob das Gift den derzeitigen Bestimmungen entspreche.

Glossip war 2004 wegen des Mordes an einem Motelbesitzer zum Tode verurteilt worden. Ein Mitarbeiter hatte ihn belastet und gesagt, er habe ihn angestiftet, den Motelbesitzer mit einem Baseballschläger zu töten. An seiner Schuld gibt es allerdings Zweifel. Zuletzt hatte Papst Franziskus sich dafür eingesetzt, Glossip nicht hinzurichten.