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Netanjahu warnt vor Iran und fordert Verhandlungen mit Palästinensern

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Palästinenser aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Vor der UN-Vollversammlung in

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Netanjahu warnt vor Iran und fordert Verhandlungen mit Palästinensern

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Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Palästinenser aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Vor der UN-Vollversammlung in New York sagte er, er stehe weiterhin zu einer Zweistaatenlösung mit einem demilitarisierten Palästina. Am Mittwoch hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas das Osloer Friedensabkommen von 1993 de facto aufgekündigt.

Meinung

Ich hoffe, Abbas ändert seine Meinung.

Netanjahu sagte: “Ich bin bereit, sofort direkte Friedensverhandlungen mit der Palästinenserregierung aufzunehmen, ohne jegliche Vorbedingungen. Leider hat Präsident Abbas gestern gesagt, dass er nicht bereit sei, dies zu tun. Ich hoffe, er ändert seine Meinung.”

Daneben verurteilte Netanjahu das Atomabkommen mit dem Iran. Dieses mache einen Krieg im Nahen Osten wahrscheinlicher, sagte er. Der Iran strebe weiterhin die Vernichtung Israels an und treibe weltweit die Bildung von Terrorzellen voran. Israel werde es dem Iran nicht erlauben, sich in den Club der Atommächte zu schleichen. Der Weltgemeinschaft warf er vor, angesichts der Bedrohung Israels durch den Iran und militante Islamisten zu schweigen. Er untermauerte seine Aussage mit einer 44 Sekunden dauernden Schweigepause.

Den Vereinten Nationen warf er vor, Israel immer wieder schlechtzumachen. Diese “Routine” müsse aufhören. Israel verteidige nicht nur sich selbst, sondern auch die restliche Welt gegen den Barbarismus des militanten Islam, so Netanjahu.

Netanjahus Rede
Manche finden Netanjahus Schweigepause theatralisch