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Amoklauf an US-College

Beim Amoklauf in einem College im US-Westküstenstaat Oregon sind Polizeiangaben zufolge mindestens zehn Menschen getötet und sieben verletzt worden

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Beim Amoklauf in einem College im US-Westküstenstaat Oregon sind Polizeiangaben zufolge mindestens zehn Menschen getötet und sieben verletzt worden. Zunächst war von 15 Todesopfern die Rede gewesen. Der 26-jährige Schütze kam in einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben, ob durch seine Waffe oder durch Polizeischüsse ist noch unklar. Ungeklärt sind auch Hintergründe und Motive seiner Tat.

Meinung

Wir sind inzwischen abgestumpft

Präsident Barack Obama reagierte auf den Massenmord mit einem wütenden Appell an die Waffenlobby im Land, einer Verschärfung des Waffengesetzes endlich zuzustimmen. “Es ist schon zur Routine geworden. Die Berichtestattung ist Routine, meine Reaktion, die Gespräche im Nachgang: Wir sind inzwischen abgestumpft. Aber es darf einfach nicht so leicht für jemanden sein, der anderen Menschen etwas antun will, eine Waffen in die Finger zu bekommen.” In seiner Rede forderte Obama die Presse auf, die Zahl der im vergangenen Jahrzehnt bei Terroranschlägen Getöteten mit der Zahl der durch Schusswaffen Getöteten zu vergleichen. In den USA sterben jedes Jahr etwa 30.000 Menschen durch Schusswaffen. Obama kämpft schon lange für ein strengeres Waffengesetz. Doch das muss von beiden Kammern im Kongress abgesegnet werden. Weil dort aber die Republikaner in der Mehrheit sind, können diese jeden Vorstoß des demokratischen Präsidenten abschmettern.