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Brüssel sucht Hilfe der Türkei in der Flüchtlingskrise


Redaktion Brüssel

Brüssel sucht Hilfe der Türkei in der Flüchtlingskrise

Die Europäische Union ist bereit, der Türkei finanziell zu helfen, wenn das Land die Flüchtlinge in seinen Lagern besser versorgt.

Die Flüchtlingskrise war eines der Themen der Gespräche, die der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan anlässlich eines Besuchs in Brüssel mit den Präsidenten der europäischen Institutionen hatte. Etwa 2,5 Millionen Flüchtlinge hielten sich zur Zeit in seinem Land auf, so Erdogan: “Das hat uns bisher 7,8 Milliarden Dollar gekostet. Die internationale Gemeinschaft hat 417 Millionen Dollar gespendet. Zur Zeit befinden sich in Europa 250.000 Flüchtlinge und Migranten.”

Die EU erwartet, dass die Türkei den Flüchtlingsstrom in Richtung Europa stoppt und ist im Gegenzug zu Zugeständnissen bereit. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach sich für ein Visa-Abkommen mit der Türkei aus. Das Land müsse auf die Liste der sicheren Staaten gesetzt werden. Die Regierung in Ankara drängt seit langem auf ein solches Abkommen.

“Die Flüchtlingskrise wird am Donnerstag erneut Thema in Luxemburg sein, wo Vertreter des Westbalkans, der Türkei und der EU zu einer Konferenz zusammenkommen”, sagt unsere Korrespondentin Gülsüm Alan.

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