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Tödliches Unwetter an der Côte d'Azur: Mehrere Vermisste

Nach dem Durchzug der verheerenden Unwetterfront in Südostfrankreich laufen an der Côte d’Azur die Aufräum- und Bergungsarbeiten auf Hochtouren

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Tödliches Unwetter an der Côte d'Azur: Mehrere Vermisste

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Nach dem Durchzug der verheerenden Unwetterfront in Südostfrankreich laufen an der Côte d’Azur die Aufräum- und Bergungsarbeiten auf Hochtouren.

Meinung

Ich wollte mich schon den Wassermassen ergeben

Mindestens 17 Menschen starben, allein 7 im kleinen Ort Mandelieu-la-Napoule bei Cannes.

Sie kamen ums Leben, als sie ihre Autos aus einer Tiefgarage in Sicherheit bringen wollten.

Ein Augenzeuge in Mandelieu berichtete:

“Innerhalb von zehn Minuten stand das Wasser so hoch, obwohl die Türen zu waren. Das war verrückt.”

In der Nacht zum Sonntag fiel im Département Alpes-Maritimes an der Grenze zu Italien örtlich innerhalb von drei Stunden so viel Regen wie sonst in zwei Monaten.

Zwischen Antibes, Cannes und Nizza waren zehntausende Haushalte ohne Strom, etliche Straßen blieben unpassierbar. Viele Zugverbindungen fielen bis auf weiteres aus.

Ein britischer Tourist fühlte sich bereits dem Tode nah:

“Ich dachte ich sterbe. Ich wollte mich schon den Wassermassen ergeben. Dann sah ich dieses Mädchen hinter mir, die zu ihrem Auto wollte und einfach verschwand. Ich habe mich dann auf einen Baum gerettet.”

Im kleinen Ort Biot überfluteten die Wassermassen das Gelände einer Wohnanlage für Senioren.

Drei Menschen kamen ums Leben, andere Bewohner konnten gerettet werden.

Staatspräsident François Hollande warnte bei einem Besuch in Biot vor möglichen neuen Unwettern.

Für drei Insassen eines Autos wurde ein überfluteter Tunnel in der Nähe von Cannes zur tödlichen Falle.

Die Wassermassen verursachten bis zu zwei Meter hohe Wellen.

Mehrere Menschen galten auch am frühen Montagmorgen noch als vermisst.

Nach Angaben von Meteorologen waren die Niederschläge in ihrer Heftigkeit nicht ausreichend früh vorhersehbar.

Bei einem vergleichbaren Unwetter waren 2010 im benachbarten Département Var 25 Menschen ums Leben gekommen.

Damals entstanden Schäden in Höhe von fast einer Milliarde Euro.