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Film über die Wunderstute Kincsem

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Film über die Wunderstute Kincsem

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Die Geschichte von Kincsem, dem schnellsten aller Rennpferde wird gerade in Ungarn auf die Leinwand gebracht. Es ist eine der aufwendigsten

Die Geschichte von Kincsem, dem schnellsten aller Rennpferde wird gerade in Ungarn auf die Leinwand gebracht. Es ist eine der aufwendigsten ungarischen Filmproduktionen aller Zeiten. euronews durfte beim Dreh einer der Schlüsselszenen des Films mit dabei sein: dem Pferderennen in Wien.

Tamás Hutlassa, Produzent: “Der Film spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Das bedeutet, wo immer wir die Kamera hinwenden, auf eine Umgebung stoßen, die nicht der Epoche entspricht. Wir müssen alles verändern und auf das kleinst Detail achten, von den Frisuren über die Kostüme bis hin zu den Kulissen.”

Kincsem (auf Ungarisch bedeutet das “Schatz”) gab es wirklich. Die braune Wunderstute, Jahrgang 1874, gewann alle 54 Rennen, in denen sie an den Start ging, ein Rekord, der bis heute unerreicht bleibt.

Der Film handelt von Ehrgeiz, Liebe und Intrige rund um den Besitzer des kostbaren Pferdes, Graf Ernö Blaskovich, im Film dargestellt von Ervin Nagy. “Bereits als Kind schwört er Rache gegen die Habsburger , das ist der Motor, der ihn den ganzen Film über antreibt. Denn sein Vater kam bei den Säuberungen nach der Revolution ums Leben. Und weil gleich darauf der österreichisch-ungarische Ausgleich folgt, ist Rache nur noch auf der Rennbahn möglich.”

Der Vatermörder und große Feind des Grafen ist ein österreichischer Armeeoffizier namens Otto von Oettingen. Tibor Gáspár spielt den Bösewicht. “Er ist Mensch, der Böses getan und an den Vergeltungsaktionen nach der Revolution teilgenommen hat. Er gelangt auf einen wichtigen Posten, ist Präsident der kaiserlich-königlichen Pferdezuchtanstalten, besitzt selber Rennpferde und ist gewohnt, zu siegen.”

Und dann gibt da noch die Liebesgeschichte zwischen dem freiheitsliebenden Ungarn Blaskovich und der Tochter des Fieslings, Klara von Öttingen. Andrea Petrik schlüpft in diese Rolle. “Der Film soll ein modernes Publikum ansprechen. Es geht um Verrat, Liebe, Freundschaft und Ausdauer, moderne Themen in einer modernen Sprache.”

Mit einem Budget von gut 10 Millionen Dollar ist Kinscem der bislang teuerste ungarische Film. Gábor Herendi führt Regie. “Ein großes Budget bedeutet nicht, dass wir aus dem Vollen schöpfen. Es ist ein äußerst knappes Budget, auch wenn es im Vergleich zu anderen ungarischen Filmen riesig erscheint. Die Erwartungen sind sehr hoch. Dieser Film soll einer Hollywoodproduktion ähneln, wir geben unser Bestes.” Die Geschichte der Wunderstute Kincsem soll 2016 in die Kinos kommen.