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Französische Regierung verurteilt Ausschreitungen bei Protest gegen Stellenstreichungen bei Air France

Die französische Regierung hat die Tätlichkeiten während eines Protests gegen Stellenabbau bei der Fluglinie Air France scharf verurteilt. Wütende

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Französische Regierung verurteilt Ausschreitungen bei Protest gegen Stellenstreichungen bei Air France

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Die französische Regierung hat die Tätlichkeiten während eines Protests gegen Stellenabbau bei der Fluglinie Air France scharf verurteilt.

Wütende Arbeitnehmer hatten eine Sitzung des Managements mit Arbeitnehmervertretern gestürmt, wo unter anderem Personalvorstand Xavier Broseta die Sparpläne vorstellte. Broseta flüchtete mit zerrissenem Hemd und nacktem Oberkörper aus einem Handgemenge. Es gab mehrere Verletzte, ein Angestellter des Sicherheitsdienstes war einige Stunden lang bewusstlos.

Der Vorfall macht international Schlagzeilen. Staatspräsident Francois Hollande kommentierte, der Fall könne das Image Frankreichs beschädigen: “Es geht hier um sozialen Dialog, und wenn der durch Gewalt unterbrochen oder mit inakzeptablen Mitteln gekämpft wird, dann hat das Auswirkungen auf das Ansehen und die Attraktivität Frankreichs im Ausland.”

Regierungschef Manuel Valls verurteilte die Ausschreitungen noch schärfer, rief Air France aber auch zu einem fortgesetzten Dialog mit den Gewerkschaften auf: “Nichts rechtfertigt solche Aktionen. Hier waren Halunken am Werk und die Täter sollten hart bestraft werden.”

Air France ist seit 2011 in der Verlustzone. Vergangene Woche waren Verhandlungen mit Vertretern der Piloten über längere Arbeitszeiten bei gleichem Gehalt gescheitert. Auch deshalb sollen nun 2900 Stellen wegfallen, hauptsächlich beim Kabinen- und Bodenpersonal. Von den Piloten sollen 300 betroffen sein.

Laut einer Umfrage der Zeitung Le Parisien stoßen die Forderungen der Piloten, anders als bei vielen sonstigen Streiks, auch unter Franzosen eher auf Unverständnis: 71 Prozent halten die Piloten demnach für eine privilegierte Gruppe. Die Zeitung le Figaro kommentierte, der Vorfall sei ein Beispiel der sozialen Blockade Frankreichs.

Air France gab bereits bekannt an den geplanten Einsparungen und Entlassungen festhalten zu wollen. Eine Neubeteiligung des französischen Staates, die die finanzielle Lage des Konzerns Air France-KLM entlasten könnte, steht laut dem französischen Transportministerium derzeit nicht auf der Agenda.

Auch Gewerkschaftsvertreter verurteilten die Eskalation vom Montag. “Wir heißen solche Aktionen nicht gut, aber ich glaube, die Leute haben einfach genug”, sagte Christophe Mallogi von der Gewerkschaft FO. “Die Angestellten haben enorme Opfer gebracht und gleichzeitig sprechen die Chefs von Entlassungen. Das war nicht akzeptabel und die Angestellten haben das auf ihre eigene Art und Weise deutlich gemacht.”