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IWF: China bremst Weltwirtschaft

Im Sog der Konjunkturabkühlung in China verliert die Weltwirtschaft an Fahrt, meint auch der Internationale Währungsfonds (IWF). Der Fonds rechnet

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IWF: China bremst Weltwirtschaft

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Im Sog der Konjunkturabkühlung in China verliert die Weltwirtschaft an Fahrt, meint auch der Internationale Währungsfonds (IWF).

Meinung

Das hehre Ziel eines kräftigen und stetigen globalen Wachstums bleibt schwer erreichbar

Der Fonds rechnet nur noch mit 3,1 Prozent Wachstum für 2015. Noch im Juli hatte er 3,3 Prozent gesehen. 2014 war die globale Wirtschaft noch um 3,4 Prozent gewachsen, 2016 sollen es 3,6 Prozent werden. Deutschland und die Euro-Zone sollen dieses und nächstes Jahr um 1,5 beziehungsweise 1,6 Prozent zulegen. Während das Wachstum in den USA laut IWF 2015 stärker anzieht als angenommen (plus 2,6 Prozent), schaltet China einen Gang zurück (knapp unter 7 Prozent).

Den Schwellenländern drohe Ungemach aus zwei Richtungen: Durch Chinas Bremsweg und eine mögliche Zinswende in den USA. Russlands BIP wird demnach dieses Jahr um 3,8 Prozent schrumpfen und nächstes Jahr nur noch um 0,6 Prozent. In Brasilien dürfte es 2015 drei Prozent bergab gehen, 2016 nur noch mit einem Prozent. Insgesamt sollen die Schwellen- und Entwicklungsländer aber nächstes Jahr mit 4,5 Prozent ein höheres Wachstumstempo anschlagen als 2015, für das der IWF lediglich ein Plus von 4,0 Prozent vorhersagt.

Allerdings sieht der Fonds auch für Industrieländer mittelfristig das Risiko, dass sich das Wachstum verlangsamen und Richtung Stagnation abrutschen könnte.

“Das hehre Ziel eines kräftigen und stetigen globalen Wachstums bleibt schwer erreichbar”, so der neue IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld.

su mit Reuters