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Discounter Aldi und Lidl beharken britischen Konkurrenten Tesco

Im Einzelhandels-Preiskrieg in Großbritannien startet der Discounter Aldi eine neue Runde: Den Online-Handel. Zunächst sollen Weine über das

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Discounter Aldi und Lidl beharken britischen Konkurrenten Tesco

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Im Einzelhandels-Preiskrieg in Großbritannien startet der Discounter Aldi eine neue Runde: Den Online-Handel. Zunächst sollen Weine über das Internet feilgeboten werden. Zuletzt hatte Lidl angekündigt, einem Großteil seiner britischen Mitarbeiter höhere Löhne zahlen zu wollen – das setzt das Establishment von Tesco’s und Sainsbury’s unter Druck.

Der Tesco-Gewinn sackte im ersten Halbjahr um 55 Prozent ab.
Der operative Gewinn ging auf 479 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich drückten die Kosten für Filialumbauten und -schließungen, dazu die Investitionen in verbesserte Sortimente und Service den Konzern in die roten Zahlen.

Wo Tesco im Vorjahr noch einen Gewinn von 8,15 Millionen Euro verbucht hatte, stand nun ein Minus von 500 Millionen Euro in den Büchern. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr ohne Tankstellenverkäufe um 1,9 Prozent auf 32,5 Milliarden Euro.

Dabei belastete auch das starke britische Pfund im Vergleich zu vielen Auslandswährungen. Tesco hatte die Preise für viele seiner Produkte kräftig senken müssen, um gegen die Discounter zu bestehen. Vor allem die deutschen Billigriesen Aldi und Lidl machen den Briten das Leben schwer. Beide expandieren intensiv auf dem britischen Markt. Aldi und Lidl verzeichnen enorme Wachstumsraten:

Die Aldi-Umsätze wuchsen allein im vergangenen Geschäftsjahr 2014 um 31 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Das Filialnetz expandiert schnell – Aldi will im laufenden Jahr 65 neue Läden
eröffnen, bis 2022 soll die Zahl von jetzt 600 auf 1000 wachsen.

su mit Reuters, dpa