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Merkel und Hollande rufen zu Einigkeit in Europa auf


Redaktion Brüssel

Merkel und Hollande rufen zu Einigkeit in Europa auf

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef Francois Hollande haben zu mehr Einigkeit in Europa aufgerufen, um die gegenwärtigen Herausforderungen meistern zu können. Die beiden Politiker traten gemeinsam vor dem Europaparlament in Straßburg auf.

Im Zusammenhang mit der Flüchtlingsfrage warnte Hollande vor einer Einschränkung der Freizügigkeit und einer Rückkehr zu den Binnengrenzen. Das sei ein tragischer Fehler: “Ein Fehler aber wäre es auch, so zu tun, als hielte das Schengen-Abkommen dem Druck an den Grenzen stand”, fügte der französische Staatschef hinzu.

Die deutsche Bundeskanzlerin warnte vor nationaler Abschottung in der Flüchtlingspolitik: “Nur gemeinsam wird uns die gewaltige Integrationsaufgabe gelingen, die noch zu bewältigen ist. Zu ihr gehört, dass wir mit gutem Recht in Europa erwarten können, dass Menschen, die zu uns kommen, sich in unsere Gesellschaften integrieren. Aber umgekehrt haben auch wir die Pflicht, Menschen, die aus der Not zu uns kommen, mit Respekt zu begegnen, in ihnen Menschen zu sehen, und nicht irgendeine anonyme Masse, völlig unabhängig davon, ob sie eine Bleibeperspektive haben oder nicht.”

Zuletzt waren der deutsche Kanzler Helmut Kohl und der französische Präsident Francois Mitterand 1989 gemeinsam vor dem Europaparlament aufgetreten.

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