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DFB-Chef Niersbach: "Zukunft der FIFA nur ohne Blatter"

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat nach Angaben seines Anwalts Einspruch gegen die 90-Tage-Sperre eingelegt. Die Ethikkommission des

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DFB-Chef Niersbach: "Zukunft der FIFA nur ohne Blatter"

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FIFA-Präsident Joseph Blatter hat nach Angaben seines Anwalts Einspruch gegen die 90-Tage-Sperre eingelegt. Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbands hatte ihn sowie UEFA-Chef Michel Platini am Donnerstag suspendiert. Grund sind die Korruptionsermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft gegen Blatter. Dabei geht es unter anderem um eine dubiose Zahlung der FIFA aus dem Jahr 2011 über zwei Millionen Schweizer Franken an Platini.

Wolfgang Niersbach, Chef des Deutsche-Fußballweltverbands erklärte entschieden, dass eine Zukunft des Weltfußballverbands nur ohne Blatter vorstellbar ist.

Auch Platini will Berufung gegen die Suspendierung einlegen, die er als “Versuch, meinen persönlichen Ruf zu schädigen” kritisierte. Sollte Platini Fehlverhalten nachgewiesen werden, will der englische Verbandschef Greg Dyke seine Unterstützung für den Franzosen als Blatter-Nacholger zurückziehen. Die Wahl des neuen Präsidenten des Weltfußballverbands ist für Januar angesetzt. “Die FIFA ist seit 40 Jahren eine korrupte Organisation. Deshalb wird es so schwierig werden, sie zu reformieren. Wir brauchen ein umfassendes Reformprogramm und Leute von außerhalb der Welt des Fußballs, die diese Reformen überwachen”, erklärte Dyke.

FIFA-Vizepräsident Issa Hayatou übernimmt nun interimsweise Blatters Amtsgeschäfte. Auch der Kameruner wurde im Zusammenhang mit seinen Ämtern im Internationalen Olympischen Komitee und in der FIFA schon mehrfach mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert.

Wer die Geschäfte der UEFA vorerst übernehmen soll ist bisher unklar.