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Glencore will Zink verknappen und Preis nach oben drücken

Der wegen seines Schuldenbergs unter Druck stehende Schweizer Rohstoffgigant Glencore versucht, was einige OPEC-Staaten auch gerne hätten: Geringere

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Glencore will Zink verknappen und Preis nach oben drücken

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Der wegen seines Schuldenbergs unter Druck stehende Schweizer Rohstoffgigant Glencore versucht, was einige OPEC-Staaten auch gerne hätten: Geringere Menge, höhere Preise – angekündigt für den Rohstoff Zink. Die aktuellen Preise entsprächen nicht dem Wert des Rohstoffes.

Glencore will seine jährliche Zinkproduktion weltweit um etwa ein Drittel kürzen, macht 500.000 Tonnen weniger oder knapp 3,5 Prozent des geschätzten globalen Zinkangebots (etwa 14,5 Millionen Tonnen pro Jahr). Der Rückbau soll unter anderem durch die Schließung der Bergbauwerke Australien und Peru erreicht werden.

Zuletzt brachte Zink rund ein Drittel weniger ein als zu Jahresbeginn. Und die Märkte sind nervös wegen der Wachstumsdelle in China. Das Land nimmt als größter Konsument fast die Hälfte der Produktion ab.

Die Rechnung des Konzerns scheint aufzugehen: Der Beginn der Kürzung der Fördermengen hat Zink zum größten Kurssprung seit vier Jahren verholfen. Das Metall, das unter anderem in der Automobilindustrie zum Korrosionsschutz benötigt wird, verteuerte sich um mehr als acht Prozent auf 1819 Dollar je Tonne.

Die Glencore-Aktie legte rund sieben Prozent zu.
Zuletzt war sie mächtig unter Druck geraten und hatte dieses Jahr bereits 60 Prozent abgegeben.

su mit Reuters