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Gewalt in Nahost: Netanjahu mobilisiert 1.600 Grenzpolizisten

In Gaza haben zahlreiche Einwohner an dem Begräbnis einer in der Nacht getöteten schwangeren Palästinenserin und ihrer zweijährigen Tochter

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Gewalt in Nahost: Netanjahu mobilisiert 1.600 Grenzpolizisten

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In Gaza haben zahlreiche Einwohner an dem Begräbnis einer in der Nacht getöteten schwangeren Palästinenserin und ihrer zweijährigen Tochter teilgenommen. Sie waren bei einem israelischen Luftangriff auf den südlichen Gazastreifen getötet worden. Dabei handelte es sich um einen Vergeltungsschlag für zwei aus Gaza abgefeuerte Raketen auf Israel. Der israelische Luftangriff galt nach israelischen Militärangaben zwei Waffenlagern der radikalislamischen Hamas. Von der heftigen Explosion stürzte das nahegelegene Haus der Familie ein.

Der israelische Staatschef Benjamin Netanjahu kündigte bei einer Kabinettssitzung die Mobilisierung von rund 1.600 Grenzpolizisten an, die in Jerusalem eingesetzt werden sollen. In der vergangenen Woche war es dort zu zahlreichen Messerattacken von Palästinensern auf Israelis gekommen. Die Angreifer wurden von israelischen Sicherheitskräften getötet.

In Schuafat und Ramallah kam erneut zu Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und israelischen Sicherheitskräften. Die Demonstranten warfen Steine, die Beamten setzten Tränengas ein.

Der Konflikt war Mitte September wegen des Streits um die Nutzungsrechte auf dem Jerusalemer Tempelberg erneut aufgeflammt.