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Kurden planen nächsten Angriff auf ISIL - Al-Nusra fordert Anschläge in Russland

Die Stadt Rakka im Norden Syriens steht unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat. Damit soll bald Schluss sein. Die kurdischen

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Kurden planen nächsten Angriff auf ISIL - Al-Nusra fordert Anschläge in Russland

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Die Stadt Rakka im Norden Syriens steht unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat. Damit soll bald Schluss sein. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) wollen die Stadt eigenen Aussagen zufolge in den kommenden Wochen angreifen und von der Terrorherrschaft der Islamisten befreien. Die Kurden hatten zuletzt eine Stadt nördlich von Rakka erobert.

Die US-Luftwaffe warf am Montag erneut Waffen für die Kurden ab, um deren Vormarsch zu unterstützen. Frühere US-Lieferungen waren teilweise in den Händen des Islamischen Staats gelandet. Diesmal sollen Granaten, Schusswaffen und Munition an die Richtigen gelangt sein, heißt es.

Die syrische Armee konnte inzwischen, unterstützt durch russisches Militär, die Kontrolle über einige Orte in der Provinz Latakia zurückgewinnen. Die Armee hatte erst am Montag eine großangelegte Offensive gegen Rebelle angekündigt.

Seit dem 30. September ist Russland militärisch in Syrien aktiv. Die Angriffe der Luftwaffe zielen einerseits auf den Islamischen Staat, vor allem aber auf andere Rebellengruppen. Der Westen wirft Moskau vor, auch moderate Gegner der syrischen Regierung unter Beschuss zu nehmen.

Unterdessen rief die radikalislamische Rebellengruppe Al-Nusra Dschihadisten im Kaukasus dazu auf, als Vergeltung für Moskaus militärische Beteiligung am Syrienkrieg Anschläge gegen Russland zu verüben. Am Morgen wurde die russische Botschaft in Damaskus während einer pro-Assad-Demonstration beschossen. Wer für den Beschuss verantwortlich ist und ob er mit dem Al-Nusra-Aufruf in Verbindung steht, ist allerdings unklar. Angriffe auf die Botschaft gab es bereits, bevor Russland aktiv in Syrien eingriff.

Al-Nusra forderte Anhänger außerdem dazu auf, Alaviten anzugreifen. Dieser islamischen Glaubensrichtung gehört auch Syriens Präsident Baschar al-Assad an.