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Nach Abschlussbericht: MH17-Angehörige sind enttäuscht

Die Verantwortlichen für den Absturz von Flug MH17 sind auch nach der Präsentation des Abschlussberichts weiter unbekannt. Alle 298 Insassen

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Nach Abschlussbericht: MH17-Angehörige sind enttäuscht

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Die Verantwortlichen für den Absturz von Flug MH17 sind auch nach der Präsentation des Abschlussberichts weiter unbekannt. Alle 298 Insassen, darunter 80 Kinder und 15 Besatzungsmitglieder, waren ums Leben gekommen. Die meisten der Opfer kamen aus den Niederlanden. Enttäuschung bei den Angehörigen, denen der Abschlussbericht in den Haag vorab vorgestellt wurde.

Meinung

Das hätte nicht passieren dürfen.

“Wenn man in der Lage ist, so einen Anschlag zu verüben, muss man bestraft werden. Ob das je passieren wird, ist eine andere Frage. Wir hoffen, dass sie der Sache auf den Grund gehen können, aber wir wissen es nicht”, erklärte ein Angehöriger.

Robby Oehlers verlor seine Cousine bei dem Unglück am 17. April 2014. “Die Ermittler haben gesagt, dass das Flugzeug wegen schlechten Wetterbedingungen also Gewitter, den Flugplan änderte und deswegen über das Kriegsgebiet flog. Das hätte nicht passieren dürfen”, berichtete er.

Wann die Opferfamilien mit Entschädigungszahlungen rechnen können ist nach Einschätzung von Opferanwalt James Healy-Pratt unklar: “Die libysche Regierung hat nach dem Lockerbie-Anschlag 10 Jahre gebraucht, um aufzuwachen und das Richtige zu tun. Die Familien von Flug MH17 hoffen, dass die Russen nicht 10 Jahre brauchen, um das Richtige zu tun”.

Nach Erkenntnis der Ermittler erlebten die Opfer des Absturzes das Unglück nicht bewusst mit. Die Experten kamen aber auch zu dem Schluss, dass die Ukraine den Luftraum über dem umkämpften Gebiet hätte sperren müssen.