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Türkei nach Anschlag: Polizeichef von Ankara entlassen

Vier Tage nach dem Anschlag von Ankara hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an der Stelle des Attentats der Opfer gedacht. Begleitet

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Vier Tage nach dem Anschlag von Ankara hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an der Stelle des Attentats der Opfer gedacht. Begleitet wurde er unter anderem von Finnlands Präsident Sauli Niinisto. Erdogan und die Regierung stehen wegen des Anschlags in der Kritik. Unter anderem wird ihnen vorgeworfen, die Sicherheit der attackierten regierungskritischen und prokurdischen Kundgebung vernachlässigt zu haben. Manche vermuten gar, Erdogan selbst könnte verwickelt sein. Die Regierung hält den Islamischen Staat für den Hauptverdächtigen.

Bei dem Doppelanschlag am vergangenen Samstag waren nach Regierungsangaben mindestens 97 Menschen ums Leben gekommen. Fast 150 wurden verletzt. Es war der bis dato schwerste Anschlag in der Geschichte der türkischen Republik.

Unterdessen hat die Regierung den Polizeichef Ankaras sowie die Leiter der Sicherheits- und der Geheimdienstabteilung der Polizei in Ankara suspendiert. Dadurch soll eine umfassende Untersuchung des Anschlags ermöglicht werden, hieß es. Daneben wurden am Morgen zwei Personen verhaftet, die am Tag vor dem Attentat bei Twitter geschrieben hatten, eine Bombe werde in Ankara explodieren.

In Ankara kam es am Dienstag zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten, die an die Getöteten erinnerten.