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Drohnen: Wie gefährlich sind sie wirklich?

Die Nutzung von Drohnen bei Militäreinsätzen wird heftigst debattiert. Befürworter heben Tatsachen, wie das Ausschalten von Anführern extremistischer

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Drohnen: Wie gefährlich sind sie wirklich?

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Die Nutzung von Drohnen bei Militäreinsätzen wird heftigst debattiert. Befürworter heben Tatsachen, wie das Ausschalten von Anführern extremistischer Gruppen, die Anschläge in Europa und den Vereinigten Staaten ausgeführt haben, und die geringeren Risiken für die Piloten, hervor. Gegner sehen in Drohnen ungenaue Waffen, die die Zivilbevölkerung in Gefahr bringen und warnen vor dem Missbrauch der Drohnen für Massenexekutionen, die gegen das Völkerrecht verstoßen.

Welche Risiken birgt die Drohnennutzung wirklich? Sollte der Einsatz von Drohnen gestoppt werden?

Über all das sprechen wir im Europäischen Parlament in Brüssel mit unseren Gästen:

Alain De Neve, Forscher am Hohen Königlichen Institut für Verteidigung in Belgien sieht den Einsatz von Drohnen zu militärischen Zwecken kritisch, da die Drohnen nicht immer genau zielen und dadurch die Zivilbevölkerung in Gefahr bringen. Er fordert strengere Kontrollen für Drohneneinsätze.

Andrew Stroehlein, Europäischer Sprecher für Human Rights Watch, sieht Drohneneinsätze ebenfalls als bedenklich an, denn die Entscheidungsfindung auf seiten der Regierung ist oft nicht transparent und wenig nachvollziehbar. Er lehnt eine Änderung des Völkerrechts diesbezüglich jedoch ab.

Für Roland Freudenstein, Stellvertretender Leiter und Forschungsdirektor am Martens Zentrum für Europäische Studien, haben Drohnen ihre Effizienz im Kampf gegen Al Qaida bewiesen. Drohnen dienten demnach auch dem Schutz der eigenen Truppen, da für die Soldaten der Risikofaktor im Kampf sinke. Er plädiert für eine Änderung des Völkerrechts und das Einfügen der Drohnen in eine transnationale Anti-Terrorismus-Politik.