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Glatt und ganz: Haare auf der Werkbank

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Glatt und ganz: Haare auf der Werkbank

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Mit einem sprichwörtlich haarigen Problem beschäftigen sich US-Forscher an der Purdue University in Indiana. Wie lässt sich krauses Haar ohne

Mit einem sprichwörtlich haarigen Problem beschäftigen sich US-Forscher an der Purdue University in Indiana. Wie lässt sich krauses Haar ohne Hitzeschäden glätten?

Die Wissenschaftler prüfen im Labor wie oft und bei welcher Temperatur unterschiedliche Haartypen idealerweise geglättet werden sollten, ohne die Haarstruktur zu beschädigen.

Tahira Reid, Purdue University: “Wir wollen herausfinden, ab wann ein Haar seine natürliche Krümmung verliert, wir sprechen vom gefürchteten Hitzeschaden. Wenn es uns gelingt, diesen Punkt zu identifizieren, könnten wir entsprechende Empfehlungen ausgeben.”

Wird Haar geglättet, geht es ihm an die Substanz; chemische Verbindungen in seinem Inneren werden aufgebrochen.
Genau das spielt das Forscherteam im Labor auf der Werkbank nach und benutzt unter anderem Infrarotmikroskop, Kamera und einen Roboterarm mit Glätteisen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Reaktion auf Hitze unter Berücksichtigung unterschiedlicher Faktoren wie der Querschnittsfläche der Haarfasern und der Stärke der Locken.

Amy Marconnet, Purdue University: “Mit der Infrarotkamera sehen wir die Temperatur des Haars zu einem präzisen Zeitpunkt. Auf diese Weise messen wie, wie sich die Temperatur der Haarsträhne unter dem Einfluss des Glätteisens entwickelt.”

Die vorläufigen Testergebnisse haben vor allem gezeigt, wie haarig Haarforschung tatsächlich ist, weil im Grunde jedes Haar anders ist. Doch scheint sich herauszukristallisieren, dass afroamerikanisches Haar anfälliger für Hitzeschäden ist, als anderes.