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Bulgarien: Polizei erschießt afghanischen Flüchtling im Grenzgebiet zur Türkei

Die bulgarische Polizei hat im Grenzgebiet zur Türkei einen afghanischen Flüchtling erschossen. Nach eigener Darstellung gab ein Grenzpolizist einen

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Bulgarien: Polizei erschießt afghanischen Flüchtling im Grenzgebiet zur Türkei

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Die bulgarische Polizei hat im Grenzgebiet zur Türkei einen afghanischen Flüchtling erschossen. Nach eigener Darstellung gab ein Grenzpolizist einen Warnschuss ab, der den Mann tödlich traf. Der Flüchtling hatte mit einer Gruppe von rund 40 Personen versucht, die Grenze an einem Ort zu überqueren, an dem der Zaun ein Loch hatte.

Der bulgarische Regierungschef Bojko Borissow war am Donnerstagabend wegen des Vorfalls vorzeitig vom EU-Gipfel in Brüssel abgereist.

In Athen haben mehrere Hundert Menschen gegen die EU-Flüchtlingspolitik protestiert. An der Demonstration nahmen Gewerkschaften, Studenten und Menschenrechtler teil. Sie forderten einen sicheren Korridor für Flüchtlinge, die in die EU kommen wollen. Weil der Landweg versperrt ist, nehmen die meisten Flüchtlinge von der Türkei aus den Seeweg nach Griechenland. “Wir müssen die Grenzen öffnen und den Bau von Zäunen stoppen. Der Zaun in Evros muss weg. Wir brauchen eine sichere Passage durch das Land für Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan”, erklärte die Aktivistin Katerina Papadouli.

Im Hafen von Piräus bei Athen brachte eine Fähre rund 2.500 Flüchtlinge auf das Festland. Nach UN-Angaben kamen seit Januar rund 400.000 Flüchtlinge in Griechenland an.

Vor Lesbos sind bei der Kollision eines Flüchtlingsboots mit einem Schiff der griechischen Küstenwache sieben Menschen ertrunken, darunter ein Säugling und drei Kleinkinder. Details zu dem Vorfall sowie der Nationalität der Ertrunkenen waren zunächst nicht bekannt.