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Dokumentarfilm trägt zu Identifizierung von Lockerbie-Verdächtigen bei


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Dokumentarfilm trägt zu Identifizierung von Lockerbie-Verdächtigen bei

Ermittler haben zwei neue Verdächtige im Zusammenhang mit dem Lockerbie-Anschlag von 1988 identifiziert. Bei den Männern handelt es sich nach Angaben der schottischen Polizei und der US-Ermittlungsbehörde FBI um zwei Libyer, die an der Ausführung des Attentats beteilgt gewesen sein sollen.

Die schottische Staatsanwaltschaft erklärte, sie wolle beide Männer so bald wie möglich in Tripolis befragen. Das Ermittlungsteam war einem der beiden neuen Verdächtigen nach der Veröffentlichung des “Dokumentarfilms “My Brother’s Bomber”“:http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/my-brothers-bomber/ (“Der Bomber meines Bruders”) auf die Spur gekommen, der vom Bruder eines der Anschlagsopfer stammt. Ken Dornsteins Familie erwartete den Bruder zum Weihnachtsbesuch als der Anruf der Airline kam – David an Bord der Maschine gewesen. “Ich hoffe, dass er irgendwann vor Gericht gebracht wird. Wenn die Beweise auf ihn hindeuten und man ihn befragt, dann werden wir vielleicht irgendwann ein für alle Mal herausfinden, ob er der Sprengstoffexperte in diesem Fall war. Vielleicht finden wir dann auch heraus, ob die gesamte Theorie, meine Theorie, wer den Anschlag ausgeführt hat und warum, wahr ist”, erklärte Ken Dornstein.

Der Libyer Abdel Basset al-Megrahi ist bislang als Einziger für den Anschlag auf Pan-Am-Flug 103 verurteilt worden. Er war im Jahr 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt und im August 2009 in Schottland vorzeitig aus der Haft entlassen worden. 2012 starb er nach einer schweren Krankheit.

Die Boeing der US-Fluggesellschaft Pan Am war am 21. Dezember 1988 auf dem Weg von London nach New York über der schottischen Kleinstadt Lockerbie explodiert. 270 Menschen wurden getötet. Die libysche Regierung unter Muammar Gaddhafi übernahm 2003 die Verantwortung für den Anschlag und zahlte den Opferfamilien Entschädigungen aus.

Die Hintergründe des Anschlags sind nach wie vor ungeklärt.

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