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Westjordanland: Palästinenser attackieren Josefsgrab

Mehrere Dutzend palästinensische Demonstranten haben das Josefsgrab in Nablus im Westjordanland mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt. Einheiten

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Westjordanland: Palästinenser attackieren Josefsgrab

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Mehrere Dutzend palästinensische Demonstranten haben das Josefsgrab in Nablus im Westjordanland mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt.

Meinung

Was, glauben Sie wohl, würde in New York passieren?

Einheiten der palästinensischen Polizei vertrieben die Demonstranten vor dem Eintreffen israelischer Sicherheitskräfte und löschten das Feuer

Das Heiligtum Josefsgrab in Nablus gilt als die letzte Ruhestätte der biblischen Gestalt Josef, Sohn des Erzvaters Jakob.

Der Sachschaden wurde in Medienberichten als erheblich beschrieben, verletzt wurde offenbar niemand.

Die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas hatte für diesen Freitag zu einem “Tag des Zorns” im Westjordanland aufgerufen.

Zu Zusammenstößen mit gewalttätigen Demonstranten kam es auch in Bethlehem und Ramallah.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigte sich angesichts der jüngsten Gewaltausbrüche zu einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bereit und verteidigte das israelische Vorgehen gegen den von den USA erhobenen Einwand übertriebener Härte:

“Israel setzt genau die Art und Menge legitimer Gewalt ein, die jene Regierungen, Stadtverwaltungen und Polizeiorganisationen anwenden würden, die sich Menschen mit Messern und Äxten gegenüber sehen, die versuchen ihre Mitbürger zu töten. Was, glauben Sie wohl, würde in New York passieren, wenn sie Menschen haben, die in einer Menschenmenge andere ermorden? Was, glauben Sie wohl, würde dann passieren”, empörte sich Netanjahu.

Die Palästinenserproteste richten sich vorwiegend gegen angebliche israelische Pläne, die Verhältnisse auf dem Juden wie Muslimen heiligen Tempelberg in Jerusalem zu verändern.

Israel bestreitet derartige Pläne.

Auch die jüngste Serie palästinensischer Messerattacken auf Israelis wird auf den Streit um die heilige Stätte zurückgeführt. 

Für diesen Freitag verfügten die israelischen Behörden erneut, dass muslimische Männer auf dem Tempelberg nur beten dürfen, wenn sie mindestens 40 Jahre alt sind. Für Frauen gilt keine Altersbeschränkung.