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Auslands-Myanmarer beginnen Parlamentswahl

Die Parlamentswahl in Myanmar hat für Staatsbürger, die im Ausland leben, bereits begonnen. In Bangkok konnten Wähler in der Botschaft ihre Stimme

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Die Parlamentswahl in Myanmar hat für Staatsbürger, die im Ausland leben, bereits begonnen. In Bangkok konnten Wähler in der Botschaft ihre Stimme abgeben. Auch in Singapur gaben Wahlberechtigte ihre Stimmzettel ab. Die Wahlen sind in Myanmar für den 8. November angesetzt.

Die NLD-Partei der Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gilt als Favorit bei der Wahl. Weil ihr verstorbener Ehemann und ihre Söhne Briten sind, darf die 70-jährige laut Verfassung nicht Präsidentin werden. Die Klausel war von der Regierungspartei 2008 mit dem Ziel eingeführt worden, Aung San Suu Kyi eine Präsidenschaft zu verwehren. Am Montag kündigte sie jedoch an, dass sie im Fall eines Wahlsieges das entsprechende Gesetz ändern und dennoch Präsidentin werden wolle.

Im Herbst 2010 hatte die Militärjunta in Myanmar nach jahrzehntelanger Herrschaft einen politischen Reformprozess eingeleitet. Die Macht wurde an eine formal zivile Regierung unter dem früheren General Thein Sein übertragen. Er tritt am 8. November für eine neue Amtszeit an. Er hatte am Donnerstag mit einigen Rebellengruppen einen Waffenstillstand vereinbart.

Nach Informationen von Human Rights Watch wurden zwei politische Aktivisten festgenommen, die sich offenbar auf facebook feindlich über die Armee äußerten.

Eine Verschiebung der Wahl wegen Unruhen in einigen Teilen des Landes und wegen Überschwemmungen lehnte die Opposition ab.