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Israelische Soldaten erschießen zwei Palästinenser an der Grenze zum Gazastreifen

Bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften sind am Freitag zwei Palästinenser getötet und

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Israelische Soldaten erschießen zwei Palästinenser an der Grenze zum Gazastreifen

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Bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften sind am Freitag zwei Palästinenser getötet und zahlreiche andere verletzt worden. Israelische Soldaten hatten an der Grenze zum Gazastreifen auf Palästinenser geschossen, die Steine auf sie warfen. Seit Beginn der jüngsten Gewaltorgie sind 37 Palästinenser und sieben Israelis getötet worden.

In New York befasste sich der Weltsicherheitsrat mit der Lage. Der neue israelische UN-Botschafter erweckte den Eindruck bei einem in sozialen Netzwerken verbreiteten Bild handele es sich um Unterrichtsmaterialien für palästinensische Schüler.

“Diese Bilder geben Kindern genaue Anweisungen, wie ein Jude erstochen werden kann. Wir reden hier bei der UNO viel über Volksverhetzung. Auf diesem Bild können Sie sehen, wie Volksverhetzung ausschaut”, klagte Botschafter Danny Danon.

Der palästinensische UN-Vertreter bat die UNO um Hilfe. Eine internationale Truppe könnte die Muslime schützen, die in der Al-Aksa-Moschee beten wollen.

“Wir kommen heute zu Ihnen, um sie dringend zu ersuchen, die Aggression gegen unseren wehrloses palästinensisches Volk und unsere Heiligtümer, die von der israelischen Besatzungsmacht, israelischen Siedlern und Extremisten verletzt werden, zu beenden”, betonte der palästinensische UN-Vertreter Riad Mansur.

Hintergrund der Gewaltakte sind Bestrebungen radikaler Israelis, auf dem Plateau des Tempelberges zu beten. Dort befindet sich der Al-Haram-al-Scharif. Das “Erhabene Heiligtum” mit Al-Aksa-Moschee und Felsendom ist nach Mekka und Medina der drittheiligste Ort des Islam. Religiöse Handlungen auf dem Plateau des Tempelberges sind seit Jahrhunderten Muslimen vorbehalten.

Unmittelbar nach der Eroberung Ostjerusalems durch Israel im Sieben Tage Krieg 1967 bekräftigten die Oberrabbiner Israels das Verbot für Juden, den Tempelberg zu betreten, bevor der Tempel wiederhergestellt worden ist. Jüdischem Glauben zufolge wird der Messias bei seiner Rückkehr den Tempel neu errichten.

Das Verbot wurde in der Zwischenzeit mehrfach bestätigt.