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Ungarn beginnt Kontrollen an Grenze zu Slowenien

Ungarn hat in der Nacht zum Samstag seine mehr als 300 Kilometer lange Grenze zu Kroatien geschlossen. Deshalb leitet Kroatien jetzt Flüchtlinge und

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Ungarn beginnt Kontrollen an Grenze zu Slowenien

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Ungarn hat in der Nacht zum Samstag seine mehr als 300 Kilometer lange Grenze zu Kroatien geschlossen.

Meinung

Diese Maßnahme gilt seit Samstagmorgen

Deshalb leitet Kroatien jetzt Flüchtlinge und Migranten in Richtung slowenischer Grenze und nicht mehr nach Ungarn weiter.

Von dort aus reisen sie in der Regel nach Österreich oder Deutschland.

Ungarns Regierungssprecher Zoltan Kovács begründete den Schritt mit dem Vorgehen Kroatiens:

“Vorübergehend und in allen Aspekten mit dem Schengen-Abkommen übereinstimmend führt Ungarn wieder Kontrollen an der ungarisch-slowenischen Grenze ein. Diese Maßnahme gilt seit Samstagmorgen, weil sich Migranten auf dem Weg von Kroatien nach Slowenien dem ungarischen Grenzübergang Redics genähert haben.”

Innerhalb des Schengen-Raums, zu dem Ungarn und Slowenien gehören, sind Pass-Kontrollen und Absperrungen an den Grenzen nur in gravierenden Ausnahmefällen und vorübergehend erlaubt.

Vor einem Monat hatte Ungarn bereits seine 175 Kilometer lange Grenze zu Serbien abgeriegelt. Serbien gehört weder zur EU noch zur Schengen-Zone.

Illegaler Grenzübertritt unter Beschädigung des Grenzzauns kann in Ungarn mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Seit der Sperrung der Grenze zu Serbien am 15. September erfasste die ungarische Polizei in dem Bereich 749 illegal eingereiste Flüchtlinge.

Gegen diese wurden Strafverfahren eingeleitet.

Praktisch werden die meisten Flüchtlinge von den ungarischen Behörden in das Land abgeschoben, aus dem sie eingereist waren.

Unmittelbar vor der Grenzschließung zu Kroatien sind am Freitag nach Angaben der ungarischen Polizei noch rund 6300 Flüchtlinge und Migranten aus dem Nachbarland eingetroffen.