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Identität von Ankara-Attentäter bestätigt

Die türkischen Behörden haben nun offiziel die Identität eines der beiden Selbstmordattentäter von Ankara bestätigt. Es handelt sich demnach wie bereits von türkischen Medien vergangene Woche berichte

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Die türkischen Behörden haben nun offiziel die Identität eines der beiden Selbstmordattentäter von Ankara bestätigt. Es handelt sich demnach wie bereits von türkischen Medien vergangene Woche berichtet um Yunus Emre Alagöz.

Der Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bestätigte dies: “DNA-Tests sind durchgeführt worden. Durch das Ergebnis konnte die Identität des Attentäters bestätigt werden. Wir arbeiten weiter hart daran, die Identität des zweiten Attentäters zu klären.”

Bei dem Selbstmordanschlag auf eine prokurdische Demonstration waren am 10. Oktober 102 Menschen getötet worden. Zuvor wollte die Regierung den Namen nicht bestätigen. Außerdem hob die Staatsanwaltschaft das Berichterstattungsverbot über die Ermittlungen auf.

Damit verhärtet sich der Verdacht, die Terrormiliz IS sei für den Anschlag verantwortlich. Yunus Emre Alagöz ist der ältere Bruder von Seyh Abdurrahman Alagöz, der im Juli in Suruc mit einem Selbstmordattentat 32 linke Aktivisten ermordete. Er soll auf einer Fahndungsliste der türkischen Regierung mit mutmaßlichen Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gestanden haben.

Am Sonntag wurden im Rahmen der Ermittlungen vier weitere Verdächtige festgenommen. Ihnen wird die „Herstellung von Sprengsätzen mit Tötungsabsicht“ vorgeworfen. Es sollen laut Behördenangaben auch mehrere Hundert Kilo Sprengstoff und Munition sichergestellt worden sein. Sie wurden einem Richter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen worden. Angaben zu ihrer Identität lagen zunächst nicht vor.

Unterdessen wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zwei andere Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen neun weitere mutmaßliche Hintermänner wurde Haftbefehl erlassen. Die türkische Polizei hat ebenfalls am Sonntag bei einer Razzia in der Dschihadisten-Szene im asiatischen Teil von Istanbul etwa 50 Ausländer festgenommen. Die Nachrichtenagentur Dogan berichtete, die Verdächtigen hätten Vorbereitungen getroffen, sich dem IS in Syrien und im Irak anzuschließen.