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Zwei Tote bei Angriff auf Busbahnhof in Israel

Bei einem Angriff im Busbahnhof der südisraelischen Stadt Berscheba wurden am Sonntag zwei Menschen getötet - der Attentäter und einSoldat. 11 weitere Menschen wurden verletzt, sowohl Polizisten a

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Zwei Tote bei Angriff auf Busbahnhof in Israel

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Bei einem Angriff im Busbahnhof der südisraelischen Stadt Berscheba wurden am Sonntag zwei Menschen getötet – der Attentäter und ein
Soldat. 11 weitere Menschen wurden verletzt, sowohl Polizisten als auch Zivilisten.
Ein fälschlicherweise zunächst als zweiter Attentäter verdächtiger Mann aus Eritrea schwebt in Lebensgefahr, nachdem er von einem Wachmann angeschossen wurde.

Der bewaffnete Attentäter habe sich trotz verschärfter Überwachung Zugang zu dem Busbahnhof verschafft und dort das Gewehr eines
Soldaten geschnappt, so die Schilderung der Polizei. Nach einem Feuergefecht mit Sicherheitskräften sei er erschossen worden, als er
flüchten wollte.

Eine Frau sagt vor Ort: “Muss ich wirklich in einer Welt leben, in der ich Angst habe mein Zuhause zu verlassen um zur Uni zu gehen, zur Arbeit, zum Einkaufen? Alles macht mir Angst und ich will, dass die Polizei mehr unternimmt, mehr Sicherheitsvorkehrungen trifft und ihre Präsenz verstärkt.”

Das israelische Kabinett beschloss bereits verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. In Ostjerusalem wurde eine Betonmauer errichtet, um ein jüdisches und ein arabisches Viertel zu trennen.

Ein Mann kritisiert: “Das ist Rassentrennung. Wir haben schon eine Mauer zwischen uns und dem Westjordanland, aber jetzt gibt es auch eine Mauer in Jerusalem. Sie wollen die Bewohner trennen.”

Nach zahlreichen Anschlägen auf einzelne Bürger in Israel eskaliert erneut die Gewalt. Zahlreiche arabischstämmige Mitarbeiter von israelischen Schulen vom Dienst ausgeschlossen worden. Die vorübergehende Maßnahme erließen vier israelische Städte, darunter Tel Aviv. Der Streit um die Juden wie Muslimen heilige Stätte Tempelberg gilt mit als Auslöser für die jüngste Serie der Gewalt.

Seit Monatsbeginn fielen der Gewalt sieben Israelis und rund 40 Palästinenser zum Opfer. Etwa die Hälfte der getöteten Palästinenser
waren Attentäter, die im Zuge ihrer Anschläge erschossen wurden. Die anderen starben bei Zusammenstößen mit dem israelischen Militär.

Die Palästinenser werfen Israel vor, die heilige Stätte immer stärker für sich zu vereinnahmen: Die Zahl jüdischer Besucher auf dem Plateau des Tempelbergs, wo der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee stehen, hat in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Nach der derzeit gültigen Regelung dürfen Juden und andere nicht-muslimische Besucher den Tempelberg zwar besuchen, aber nicht dort beten.