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Die FIFA: Eine Reform - vielleicht, eine Kandidatur - vielleicht und ein neuer Bewerber - vielleicht

Die FIFA beschäftigt sich wieder einmal mit sich selbst. Das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbands kam zu einer Dringlichkeitssitzung in Zürich

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Die FIFA: Eine Reform - vielleicht, eine Kandidatur - vielleicht und ein neuer Bewerber - vielleicht

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Die FIFA beschäftigt sich wieder einmal mit sich selbst. Das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbands kam zu einer Dringlichkeitssitzung in Zürich zusammen. Die Herren haben beschlossen, das sie keine Wahl bei der Wahl ihres Präsidenten haben. Heißt: Am 26. Februar 2016 wird das neue Oberhaupt des Verbandes gekürt. Der außerordentliche Kongress mit der Präsidentschaftswahl soll wie geplant stattfinden.

Bei dem Notfall-Treffen ohne die gesperrten Blatter und Platini brachte die FIFA-Regierung Reformen auf den Weg. Erst Maßnahme: eine dringend notwendige Transparenz-Offensive. Wie genau die aussehen soll, blieb aber vage.

Kleiner Seitenhieb auf den 79-jährigen Joesef Blatter: Das Exekutivkomitee schlägt eine Altersgrenze von 74 Jahren für alle Führungskräfte vor. Außerdem soll ein FIFA-Präsident maximal zwölf Jahre im Amt sein dürfen. Diese Reformen würden allerdings frühestens 2027 relevant.

Michel Platini muss unterdessen seine Hoffnungen auf das Präsidentenamt doch nicht begraben. Trotz seiner Sperre darf der UEFA-Chef wohl kandidieren. Nach Ende der Bewerbungsfrist am 26. Oktober werde ein Integritätscheck folgen, allerdings nicht, solange ein Kandidat gesperrt sei. Platinis Suspendierung läuft Anfang Januar ab.

Kandidat Platini könnte es dann mit einem weiteren Mitbewerber zu tun bekommen. Scheich Salman bin Ebrahim al-Khalifa aus Bahrein will seinen Hut in den Ring werfen. Er ist Präsident der asiatischen Konföderation. Menschenrechtsorganisationen kritisieren al-Khalifas mögliche Kandidatur. Seine Familie unterdrücke in Bahrain jegliche politische Opposition mit brutaler Gewalt, so die Organisation “Human Rights Watch”.