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Wiedersehen nach 65 Jahren: 400 Südkoreaner treffen nordkoreanische Verwandte

Über 400 Südkoreaner sind aufgebrochen, um ihre Familienangehörigen im benachbarten Nordkorea zu treffen. Die meisten haben sich seit über 60 Jahren

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Wiedersehen nach 65 Jahren: 400 Südkoreaner treffen nordkoreanische Verwandte

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Über 400 Südkoreaner sind aufgebrochen, um ihre Familienangehörigen im benachbarten Nordkorea zu treffen. Die meisten haben sich seit über 60 Jahren nicht gesehen, da die koreanische Halbinsel seit dem Ende des Koreakrieges 1953 geteilt ist. Getrennt lebende Familien hatten seitdem kaum Möglichkeiten zum Kontakt.

Meinung

Nicht mal die Teilung der Nation konnte die enge Verbindung der getrennt lebenden Familien kappen.

Die 87 jährige Lee Ok-Yon trifft heute zum ersten Mal nach 65 Jahren auf ihren Ehemann:
“Ich habe das nicht geglaubt. Ich dachte, sie lügen, um mich zu beruhigen. Unser Sohn ist fast 70 und trifft seinen Vater zum ersten Mal.”

Lee Jeong-Sook hielt Gedenkfeiern für ihren tot geglaubten Vater. Als sie erfuhr, dass er noch lebt, fand sie kaum noch Schlaf:
“Ich möchte mich bei der nordkoreanischen Frau meines Vaters und ihren Kindern bedanken, dass sie sich um ihn kümmern. Nicht mal die Teilung der Nation konnte die enge Verbindung der getrennt lebenden Familien kappen.”

Das Treffen findet in einem nordkoreanischen Feriengebiet am Berg Kumgang statt, es handele sich um die ersten Treffen dieser Art seit Februar 2014. Zehntausende weitere Menschen warteten aber noch immer auf die Chance, ihre Familien wieder zu sehen, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Die meisten Bewerber, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatten, sind heute über 80 Jahre alt. Seit dem Jahr 2000 hat es bisher 20 solcher Treffen.