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Netanjahu in Berlin: Abbas hetzt zum Terror auf

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat in Berlin seine umstrittene Äußerung verteidigt, der palästinensische Großmufti von

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Netanjahu in Berlin: Abbas hetzt zum Terror auf

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat in Berlin seine umstrittene Äußerung verteidigt, der palästinensische Großmufti von Jerusalem habe Adolf Hitler zur Judenvernichtung angestiftet. Dies gehe aus Zeugenaussagen im Eichmanprozess klar hervor. Der Mufti habe gegenüber führenden Nazis erklärt, wenn man die Juden nur vertreibe, würden sie nach Palästina kommen. Er sei damit zum Komplizen des Holocaust geworden, sagte Netanjahu nach Gesprächen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nethajahu warf Palästinenserpräsident Abbas vor, Lügen zu verbreiten und die Menschen zum Terror aufzuhetzen.

Er und der Staat Israel strebten eine Friedenslösung an. Voraussetzung für den Frieden sei aber ein Ende des Terror und ein Ende des Terror gebe es nur wenn die Hetze aufhöre.

Bundeskanzlerin Merkel wiederholte, dass für sie die Sicherheit Israels Teil der deutschen Staatsraison sein. Eine Zweistaatenlösung halte sie für die beste Lösung des Nahostkonfliktes, die israelischen Siedlungen seien kontraproduktiv. Deutschland und die EU seien bereit Israel und die Palästinenser bei Gesprächen zu unterstützen.

Netanjahus Gespräche in Berlin finden vor dem Hintergrund einer neuen Welle blutiger Gewalt statt. Bei einer Serie palästinensischer Anschläge mit Stich- und Schusswaffen sind seit Monatsbeginn neun Israelis getötet worden. Rund 50 Palästinenser wurden von den Israelis getötet, die Mehrheit bei ihren Anschlägen, der Rest bei Auseinandersetzungen zwischen palästinensichen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Es wird erwartet, dass Netanjahu am Donnerstag mit US-Außenminister John Kerry zusammentrifft. Kerry kommt am Donnerstag zu Gesprächen vor allem über den Nahost-Konflikt nach Berlin.