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Prostitution und Kunst im Musée d'Orsay

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Prostitution und Kunst im Musée d'Orsay

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Mit gut 5000 Besuchern pro Tag ist Splendeurs et misères im Pariser Musée d’Orsay derzeit ein echter Ausstellungshit. Es sind die großen Namen der

Mit gut 5000 Besuchern pro Tag ist Splendeurs et misères im Pariser Musée d’Orsay derzeit ein echter Ausstellungshit. Es sind die großen Namen der Malerei, die anlocken, von Monet über Cézanne bis zu Toulouse-Lautrec. Aber auch das Thema: Glanz und Elend – Bilder der Prostitution im Paris Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts. Erstmals wird in Frankreich diesem Thema eine wichtige Ausstellung gewidmet.

Isolde Pludermacher, Kuratorin: “Die Künstler, die beschließen, moderne Prostitution darzustellen, tun das ganz bewusst, um die Grenzen des Genres zu überschreiten und das brave Bürgertum zu erschrecken.”

Meister wie Picasso, Van Gogh oder Degas malten Kurtisanen und Freudenmädchen, ihren Körper und ihr Umfeld. Schmutzige Mansardenzimmer, einsame Straßenecken, aber auch überschwängliche Feiern in der Pariser Unterwelt.

Das Thema Prostitution regte die Fantasie vieler der Künstler an und gab ihnen die Möglichkeit, ihre Bildsprache zu erneuern.

Isolde Pludermacher, Kuratorin: “Diese Frauen tragen auffällige Kleidung und grelle Farben, sie sind auf eine ganz andere Weise geschminkt, als die Frauen der Bourgeoisie.”

Der wahre Alltag des Prostituiertenlebens wird auf den zumeist idealisierten Bildern nur angedeutet. Dies ergänzt die Ausstellung mit historischen,Fotos von Prostituierten.
Die Ausstellung umfasst mehr als 250 Exponate und ist im Pariser Musée d’Orsay bis zum 17. Januar zu sehen. Anschließend wird sie im Van Gogh Museum in Amsterdam gezeigt.