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Neue Erkenntnisse über die Leichen von Pompeji

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Neue Erkenntnisse über die Leichen von Pompeji

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Weltweit bekannt sind die plastischen Gipsabdrücke der Menschen und Tiere von Pompeji, die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 ums Leben kamen. Sie

Weltweit bekannt sind die plastischen Gipsabdrücke der Menschen und Tiere von Pompeji, die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 ums Leben kamen. Sie sind dem italienischen Archäologen Guiseppe Fiorelli verdanken, der im 19. Jahrhundert auf die Idee kam, die Hohlräume, welche die Leichen im erhärteten Gestein hinterlassen hatten, mit Gips auszufüllen.

Nun haben Archäologen und Radiologen erstmals versteinerte Mumien in einem modernen 3-D-Computer-Tomografen untersucht und Erstaunliches herausgefunden.

Massimo Osanna, Soprintendente von Pompeji: “Unsere Forschungen haben ergeben, dass es keine Karies gab. Das ist eigentlich nicht überraschend, denn wir kennen die positiven Auswirkungen der mediterranen Küche, aber erst die jüngsten Untersuchungen haben uns das so deutlich demonstriert”.

Erklären lässt sich der gute Zustand der Zähne den Forschern zufolge damit, dass die Nahrung damals kaum Zucker enthielt. Außerdem war das Trinkwasser fluorhaltig.

Auch über die Todesumstände der Menschen von Pompeji gibt es neue Erkenntnisse.

Massimo Osanna, Soprintendente von Pompeji: “Darüber wurde bislang viel gestritten, es gibt gut eintausend Körper von Opfern vor Ort. Anhand der Untersuchung der Knochen konnten wir feststellen, dass es viele Schädelverletzungen gab. Was uns vermuten lässt, dass viele Menschen einstürzenden Dächern erschlagen wurden, die unter dem Gewicht der bis zu zwei Meter breiten Schicht aus Ache und Bimsstein zusammenbrachen.

Nicht nur Skelette und Zähne, sondern teilweise auch versteinerte Haut, Muskeln und sogar Kleidung sind auf den Bildern zu erkennen. Die Archäologen hoffen auf weitere, spektakuläre Entdeckungen über die Menschen von Pompeji.