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Steinmeier zum Syrienkrieg: "Auch Russland muss eine Perspektive entwickeln, wie Syrien als Staat erhalten bleiben kann"

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat das gestrige Treffen zwischen Wladimir Putin und Baschar Al-Assad in Moskau kritisiert. Die

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Steinmeier zum Syrienkrieg: "Auch Russland muss eine Perspektive entwickeln, wie Syrien als Staat erhalten bleiben kann"

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Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat das gestrige Treffen zwischen Wladimir Putin und Baschar Al-Assad in Moskau kritisiert. Die beiden hatten sich über das weitere Vorgehen und Russland Luftangriffe in Syrien beraten.

Steinmeier hatte sich zu dem überraschenden Treffen in Berlin geäußert:
“Wenn Russland es tatsächlich ernst meint mit dem Anspruch, zur Stabilisierung Syriens beizutragen, kann das jedenfalls nicht gelingen, wenn durch Militäroffensiven noch weitere
Tausende Menschen zur Flucht gezwungen werden.”

Er hoffe, dass das Gespräch in Moskau mit dem syrischen Präsidenten Assad auch genutzt wurde, um neben militärischen Fragen ein politische Perspektive zu zeichnen. Auch Russland müsse eine Perspektive entwickeln, wie Syrien als Staat erhalten bleiben kann, so Steinmeier.

Vor einem Treffen in Wien mit seinen Amtskollegen äußerte sich auch der saudi-arabische Außenminister, Adel al-Jubeir, kritisch: Die russischen Luftangriffe würden den Krieg in Syrien weiter anheizen. Eine Aussicht auf Frieden in Syrien gäbe es nur mit dem bedingslosen Rücktritt von Assad.