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Datendiebstahl und Lösegeldforderung: Britisches Unternehmen TalkTalk erneut Ziel von Cyberkriminellen

Es könnte eine der bislang schwersten Cyberattacken in Großbritannien sein: Unbekannte Hacker haben bis zu vier Millionen Kundendatensätze des

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Datendiebstahl und Lösegeldforderung: Britisches Unternehmen TalkTalk erneut Ziel von Cyberkriminellen

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Es könnte eine der bislang schwersten Cyberattacken in Großbritannien sein: Unbekannte Hacker haben bis zu vier Millionen Kundendatensätze des britischen Telekommunikationsunternehmens TalkTalk gestohlen.

Laut TalkTalk-Chefin Dido Harding ging eine anonyme Erpresser-Email ein. Sie gab außerdem zu, dass die Daten möglicherweise nicht verschlüsselt waren, darunter wohl auch Konto- oder Kreditkarteninformationen der betroffenen Kunden. Erste Datensätze sollen bereits auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht sein.

Am Mittwoch hatten Unbekannte zunächst die Webseite der Firma lahmgelegt. Das aber war möglicherweise nur ein Ablenkungsmanöver für den eigentlichen Diebstahl. Experten untersuchen den Angriff derzeit.

Experten rechnen nun mit großen Vertrauensverlusten und finanziellen Einbußen für die Firma. TalkTalk war dieses Jahr schon zweimal Ziel von Hacker-Angriffen und zu besseren Sicherheitsvorkehrungen aufgefordert worden.

“Es ein Problem für alle Firmen im Internet”, so Finanzexperte James Bevan von der Investmentberatungsfirma CCLA. “Daten können nie als zu jeder Zeit völlig sicher gelten. Für Firmen, die global operieren und eine Onlinepräsenz haben, muss die oberste Priorität sein, die Daten ihrer Kunden und die Integrität ihres Betriebs zu wahren”

Die TalkTalk-Aktien fielen bis Freitag auf ein Zwei-Jahres-Tief.

Ob es sich bei den Hackern und Erpressern um die selben Täter handelt ist unklar. Die Polizei ermittelt.