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Kosovo: Opposition protestiert mit Tränengas gegen Serbien-Abkommen

Im kosovarischen Parlament haben erneut einige Oppositionelle Tränengas versprüht. Die Abgeordneten mussten den Raum vorübergehen räumen. Es ist

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Kosovo: Opposition protestiert mit Tränengas gegen Serbien-Abkommen

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Im kosovarischen Parlament haben erneut einige Oppositionelle Tränengas versprüht. Die Abgeordneten mussten den Raum vorübergehen räumen. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb eines Monats, dass die Arbeit des Parlaments auf diese Weise lahmgelegt wird. Auch zu Eierwürfen war es in der Vergangenheit gekommen.

Der Protest richtet sich gegen ein Abkommen mit Serbien, das die Bildung einer serbischen Gemeinschaft im Nordkosovo vorsieht. Es spricht der serbischen
Minderheit in der Region Autonomierechte zu. Die Europäische Union hatte in der Sache vermittelt.

Die Opposition verlangt, dass die Regierung das Abkommen zurückzieht. Es gefährde die Einheit des Landes. Zusätzlich sorgte ein Grenzabkommen mit Montenegro für Unmut.

In den Straßen Pristinas kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und mehreren Hundert Demonstranten. Auch sie forderten die Rücknahme des Abkommens mit Serbien. Die Opposition hat angekündigt, den Protest fortzuführen, bis sie ihr Ziel erreicht hat. Das Kosovo hatte im Februar 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt.