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EU-Balkan-Sondertreffen in Brüssel: "Solidarität, Freiheit und Offenheit"

Zu Tausenden strömen Migranten und Flüchtlingen weiter über die “Balkanroute” in Richtung Österreich und Deutschland. Allein über das kleine

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EU-Balkan-Sondertreffen in Brüssel: "Solidarität, Freiheit und Offenheit"

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Zu Tausenden strömen Migranten und Flüchtlingen weiter über die “Balkanroute” in Richtung Österreich und Deutschland.

Meinung

Radikale Kräfte in ihrem Streben nach Macht stoppen

Allein über das kleine Grenzdorf Rigonce im Osten Sloweniens mit nur 170 Einwohnern sind nach slowenischen Angaben innerhalb von nur zwei Tagen rund 13.000 Menschen aus Kroatien
eingereist.

Knapp 4.000 Schutzsuchende warteten in der slowenischen Gemeinde Sentilj an der Grenze zu Österreich noch auf ihre Weiterreise gen Norden.

Vor dem heutigen EU-Balkan-Sondertreffen in Brüssel drohten Bulgarien, Rumänien und Serbien mit der Schließung ihrer Grenzen für Flüchtlinge.

Die drei Staaten würden ihre Grenzen abriegeln, sollten Deutschland, Österreich oder andere Staaten dies tun, sagte der bulgarische Regierungschef Boiko Borissow am Samstag.

EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärte in Den Haag, der Zustrom von Flüchtlingen sei auch ein Zeichen von Schwäche in der EU:

“Heute gibt es keine wichtigere Aufgabe als die Wiederherstellung der europäischen Außengrenzen. Nicht im Sinne eines unzugänglichen Bollwerks Europa, sondern um die Werte zu schützen, die ich gerade erwähnte. Das sind Solidarität, Freiheit und Offenheit. Nur in diesem Fall wird es möglich sein, die radikalen Kräfte in ihrem Streben nach Macht zu stoppen.”

Beim Brüsseler Treffen wird über einen 16-Punkte-Plan der EU-Kommission für eine bessere Zusammenarbeit entlang der Balkanroute beraten.

Der Flüchtlingsandrang bringt unterdessen Österreich laut Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) an seine Grenzen.

6.500 Flüchtlinge reisten jeden Tag nach Österreich ein, Deutschland nehme aber nur 4.500 Menschen auf.

Sollte die EU-Außengrenze in Griechenland nicht rasch geschützt werden, sei ein Zaunbau an Sloweniens Grenze zu Kroatien “überlegenswert”, so Mikl-Leitner.