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Familiensynode: Vorsichtige Öffnung statt Reformen

Die Bischofssynode in Rom hat sich für eine vorsichtige Öffnung in strittigen Fragen ausgesprochen, Hoffnungen auf radikale Reformen aber gedämpft

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Familiensynode: Vorsichtige Öffnung statt Reformen

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Die Bischofssynode in Rom hat sich für eine vorsichtige Öffnung in strittigen Fragen ausgesprochen, Hoffnungen auf radikale Reformen aber gedämpft.

Meinung

Jesus Christus wollte das Gegenteil.

Das mit der notwendigen Zweidrittel-Mehrheit verabschiedete Abschlussdokument macht wiederverheirateten Geschiedenen vage Hoffnung auf eine Zulassung zur
Kommunion und regt eine Unterscheidung in Einzelfällen an, ohne konkrete Schritte vorzuschlagen.

Die dreiwöchige Familiensynode ging mit einer Messe von Papst Franziskus im Petersdom zu Ende:

“Wer meint, Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen, müssten von dieser ausgeschlossen werden, dem entgegne ich: Jesus Christus wollte das Gegenteil. Er wollte, dass sich diese Menschen ihm zuwenden.”

Der Umgang der Kirche mit zivil wiederverheirateten Geschiedenen galt als strittigstes Thema unter den 270 Bischöfen.

Der Bereich Homosexualität blieb weitgehend außen vor. Als ein Grund dafür wurde die kulturelle Vielfalt unter den Synodenteilnehmern genannt.

Im Abschlussdokument wird lediglich auf die Begleitung von Familien mit homosexuellen Mitgliedern
eingegangen und erklärt, Homosexuelle müssten angenommen und respektiert werden.

Papst Franziskus erklärte, das Ende der Synode bedeute nicht, dass alle Fragen rund um die
Familie beantwortet seien.

Die erste Pflicht der Kirche sei es nicht, zu verurteilen, sondern die Barmherzigkeit zu verkünden.