Eilmeldung

Eilmeldung

Migrationsgipfel: EU-Staaten beschließen Hilfen für Westbalkanroute

Die Europäische Union will sich bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs auch mit den Nachbarländern besser absprechen. In Brüssel verständigten

Sie lesen gerade:

Migrationsgipfel: EU-Staaten beschließen Hilfen für Westbalkanroute

Schriftgrösse Aa Aa

Die Europäische Union will sich bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs auch mit den Nachbarländern besser absprechen. In Brüssel verständigten sich die Regierungschefs von zehn EU-Staaten mit Vertretern von Serbien, Mazodonien und Albanien auf ein 17-Punkte-Papier. Dieses sieht die Schaffung von 100.000 Aufnahmeplätzen auf der Westbalkanroute vor.

Außerdem sollen Grenzkontrollen verstärkt und Alleingänge der Staaten vermieden werden. “Wir haben alle heute deutlich gemacht, dass die Politik des einfachen Durchwinkens gestoppt werden muss. Und das wird auch so sein”, so EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Dem vom Andrang überforderten EU-Mitglied Slowenien wurden mehr als 400 zusätzliche Grenzschützer versprochen. Ministerpräsident Miro Cerar warnte trotzdem vor einer Eskalation der Situation in seinem Land: “Wir befürchten, dass Deutschland und in der Folge auch Österreich die Grenzen schließen könnten, was dann zu einem Dominoeffekt führen würde. Das wäre ein Desaster für die Europäische Union.”

Die Regierungsverteter beschlossen außerdem, die EU-Agentur Frontex einzusetzen, um die Grenzen zwischen Griechenland, Mazedonien, Albanien und Serbien zu sichern.

Euronews-Reporterin Efi Koutsokosta in Brüssel: “Zwar herrscht noch Vorsicht, doch immerhin haben sich Regierungschefs aus Zentral- und Südosteuropa an einen Tisch gesetzt. Sie wollen zusammenarbeiten, um mit dem Andrang an Europas Grenzen besser fertig zu werden. Obwohl der Winter naht und das Wetter schlechter wird, flüchten weiter Menschen nach Europa. Deshalb soll es mehr Aufnahmeplätze geben. Denn allein an den Küsten Griechenlands kamen in den vergangenen fünf Tagen 48.000 Menschen an.”