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Omans Naturwunder: Wüste, Weihrauch und Tropenparadies


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Omans Naturwunder: Wüste, Weihrauch und Tropenparadies

Eine tropische Sommerfrische weht auf der Arabischen Halbinsel. Der Süden des Landes wird auch die “Karibik des Orients” genannt.

Reporterin Katharina Kaun hat sie besucht:
“Von kokosnussgesäumten Stränden und kristallklarem Meer zu beeindruckenden Bergen und einer Wüste wie aus 1001 Nacht: Omans Natur hat viele Überraschungen zu bieten. In der ersten Ausgabe von “Oman Life” reisen wir durchs Land und entdecken die atemberaubende Landschaft.”

Jeden Sommer verwandelt sich die Region Dhofar rund um die Stadt Salalah in ein blühendes Paradies – dank des Monsunregens aus Indien. Nicht weit entfernt liegt ein Tal, das dann seine ganze Schönheit enthüllt: Der Park Wadi Darbat, der sich durch Hügel und Hochland windet – eine grüne Parklandschaft.

Für Guide Musallam Hassan Madoud die schönste Zeit des Jahres: „Wenn man aus der Wüste hierherkommt, dann traut man seinen Augen nicht. Man glaubt es einfach nicht, dass es hier Wasser, einen See und so viel Grün gibt. Diese wunderschöne Schlucht – das kann man sich auf der Arabischen Halbinsel nur schwer vorstellen.”

Aber die Region birgt noch einen anderen Schatz, etwas das früher mit Gold aufgewogen wurde: Weihrauch. Der Beduine Ahmed kümmert sich seit 30 Jahren um seine Bäume. Wenn er ein Stück der Rinde anritzt, dann bilden sich nach einige Zeit die wertvollen Tropfen, das Weihrauchharz.

“Diese Bäume sind unglaublich kostbar. Sie sind unser nationaler Schatz”, erklärt Ahmed.
“Der Weihrauch wird für verschiedene Zwecke verwendet, zum Beispiel für Parfüm, in der Medizin oder gegen böse Geister.”

Vom Duft betört, setzen wir unsere Reise fort. Sie führt uns in den Norden, in ein anderes grünes Paradies: Die Gebirgslandschaft “Jabel Akhdar”, auch “Grüner Berg” genannt.

Plantagen schmiegen sich hier an steil abfallende Felswände. Angebaut werden Feigen, Pfirsiche, Äpfel, Rosen und die berühmten Granatäpfel, möglich wird dies dank eines 4.000 Jahre alten Wassersystems, das Teil des UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die Wasserkanäle nutzen nur natürliches Gefälle – ein ökologisches Meisterwerk.

Said Al-Shureiky stellt sicher, dass das Wasser fließt. Als Waqil, also Wasserwächter, ist er für die gerechte Verteilung an 10.000 Menschen verantwortlich. Über sein verantwortungsvolle Aufgabe sagt er: „Die Verteilung des Wassers wird seit vielen Generationen geregelt, und wir führen die Tradition genauso weiter. Ich habe diesen Beruf von meinen Vorfahren gelernt.”

Von den omanischen Alpen in den Wüstensand. Mit dem Jeep preschen wir in die Wahiba-Wüste zum „Dune-Bashing“. Quer durch diese bis zu 200 Meter hohen Dünen zu brausen, ist hier ein ausgesprochen beliebter Wüstensport, auch bei unserem Guide Musallam al Habsi: “Ich genieße es, durch die Wüste zu brettern, da hab ich viel Adrenalin im Blut. Ich fühle mich, wie in einem großen Ozean, nichts umgibt mich.”

Nur die Stille und die endlosen Dünen, die sich bis zum Indischen Ozean hin erstrecken. Die Wüste ist mehr als 6.000 Jahre alt und Heimat der Beduinen. Salma Al-Wahaibi und ihre Familie haben hier ihr ganzes Leben verbracht.

Sie will das Erbe der Beduinen fortführen und ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben. „Wir haben uns unsere Traditionen erhalten. Wir haben die Kamele und Schafe. Wir leben hier so wie unsere Vorfahren.”

Ihr Schwager Ubaid fügt hinzu: “Das Leben der Beduinen ist schlicht, spontan, ruhig und friedlich.”

Reporterin Katharina Kaun: “Es ist an der Zeit, die faszinierende Wüste hinter uns zu lassen und Richtung Küste zu fahren. In der nächsten Ausgabe von “Oman Life” entdecken wir die Welt der Meerestiere und erleben ein einzigartiges Wunder: das Schlüpfen der gefährdeten Grünen Schildkröte.“

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