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Erdbeben am Hindukusch: Mehr als 400 bestätigte Tote

Nach dem schweren Erdbeben am Hindukusch haben Rettungsteams die Suche nach Überlebenden fortgesetzt. Die Zahl der Todesopfer stieg am Dienstag auf

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Erdbeben am Hindukusch: Mehr als 400 bestätigte Tote

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Nach dem schweren Erdbeben am Hindukusch haben Rettungsteams die Suche nach Überlebenden fortgesetzt. Die Zahl der Todesopfer stieg am Dienstag auf über 400. Betroffen sind Afghanistan, sowie der Norden Pakistans und Indiens.

Sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan wurden viele Wege durch Erdrutsche zeitweise unpassierbar. Notfalleinsatzkräfte und Hilfsorganisationen kamen nur schwer zu den Betroffenen durch. Viele Menschen in der betroffenen Region nächtigen derzeit im Freien. Allein in Aghanistan gelten mehr als 7600 Häuser als beschädigt, in Pakistan sind es über 2500.

Tragisch auch: In Afghanistan wurden am Montag eine Reihe von Kindern beigesetzt, von denen einige bei einer durch das Erdbeben ausgelösten Massenpanik ums Leben kamen.

Das Erdbebens vom Montag erreichte die Stärke 7,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag in der dünn besiedelten Bergregion Badachschan im Nordosten Afghanistans, nahe dem Dreiländerdreieck.

In Pakistan lag die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben am Dienstag bei 310. In Afghanistan starben nach Regierungsangaben mindestens 115 Menschen. Im indischen Himalaya-Tal nahe der Grenze zu Pakistan und China kamen mindestens vier Menschen ums Leben.

Die Weltgesundheitsorganisation warnte nun vor gesteigerten Gesundheitsrisiken nach dem Erdstoß: “Neben dem unmittelbaren Trauma und den Verletzungen steigt nach Erdbeben auch das Risiko für Infektionskrankheiten, gerade am Wasser”, so WHO-Sprecher Christian Lindmeier. “Durchfall, Dysenterie, Hepatitis A und E, Atemwegserkrankungen und andere impfbare Krankheiten wie Masern, Keuchhusten, Tetanus und so weiter. Dann komme natürlich noch die post-traumatischen Belastungsstörungen hinzu, die Wundinfektionen, Malaria, Dengue Fieber uns so weiter.”