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Jemen: Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bei Luftangriff zerstört

Bei einem Luftangriff im Norden Jemens ist ein von Ärzte ohne Grenzen (MSF) unterstütztes Krankenhaus in großen Teilen zerstört worden. Schon Anfang

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Jemen: Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bei Luftangriff zerstört

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Bei einem Luftangriff im Norden Jemens ist ein von Ärzte ohne Grenzen (MSF) unterstütztes Krankenhaus in großen Teilen zerstört worden.

Schon Anfang des Monats war ein MSF-Krankenhaus in Afghanistan getroffen worden. Ein verhängnisvoller Fehler mit 22 Toten, darunter 12 MSF-Mitarbeiter, für den sich US-Präsident Obama später persönlich entschuldigte. Die Organisation fordert weiterhin eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.

Für den jüngsten Vorfall im Jemen macht MSF die saudisch-geführte Militärallianz verantwortlich. Sie spricht auch hier von einem Kriegsverbrechen, dass nur wegen einer Evakuierung nach dem ersten Treffer ohne Todesopfer ausgegangen sei.

Die saudische Koalition weist die Anschuldigung zurück. Man müsse Nachforschungen anstellen, so ein Sprecher. Laut UNICEF ist es bereits die 39. Gesundheitseinrichtung im Jemen, die seit Beginn der Luftangriffe getroffen wurde.

“Das Krankenhaus, das wir unterstützt haben und das jetzt zerstört wurde, war die Gesundheitsversorgung für die 200.000 Menschen, die dort leben”, so der Präsident von Ärzte ohne Grenzen, Meguerditch Terzian. “Ich weiß wirklich nicht, wie die Bevölkerung jetzt Zugang zu medizinischer Versorgung bekommen soll.”

Die saudisch-geführte Militärkoalition versucht seit März, das Vorrücken der mutmaßlich vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen mit Luftangriffen zu stoppen.