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Macht Wurst wirklich krank?

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Macht weiterverarbeitetes Fleisch krank? Nach den letzten Veröffentlichungen der Weltgesundheitsorgansiation sind Verbraucher verunsichert. Der

Macht weiterverarbeitetes Fleisch krank? Nach den letzten Veröffentlichungen der Weltgesundheitsorgansiation sind Verbraucher verunsichert. Der Genuss von Wurstwaren soll Darmkrebs begünstigen.

Meinung

Leute die jeden Tag viel Wurst essen, haben ein erhöhtes Risiko für Dickdarmkrebs.

Sabine Rohrmann ist Professorin für Krebsforschung an der Universität Zürich. Sie erklärt, dass Wurst genau wie rotes Fleisch allgemein sehr viel Eisen enthält. Eisen ist eigentlich ein wichtiger Nährstoff für uns, aber wenn er vom Körper in großen Mengen aufgenommen wird, kann es zu Schädigungen der DNA führen. Das sei der eine Punkt, so Rohrmann, die Gemeinsamkeit von rotem und verarbeitetem Fleisch. Was dann noch dazu kommt sind die Verarbeitungsstoffe für die Fleisch- und Wurstwaren, z.B. Nitritpökelsalz, das dazugegeben wird. Da bilden sich vor allem im Zusammenspiel mit dem Eisen sogenannte N-Nitroseverbindungen, die auch Schädigungen der DNA hervorrufen Können, so die Professorin der Universität Zürich.

Natürlich sei es nicht so, dass jeder der jeden Tage ein Wurstbrot isst auch zwangsweise an Dickdarmkrebs erkrankt. Ebenso wenig wie jeder der Zigaretten raucht zwangsweise an Lungenkrebs erkranken würde. Aber was man feststellen könnte sei, dass Leute die jeden Tag regelmäßig viel Wurst essen ein erhöhtes Risiko für Dickdarmkrebs haben.
Nach Angabe der Weltgesundheitsorganisation WTO kann bereits der Verzehr von nur 50 Gramm weiterverarbeitetem Fleisch am Tag das Krebsrisiko des Menschen um 18% erhöhen.
Die Verbraucher sollten also ihre Konsummenge im Auge behalten – denn ein zuviel an weiterverarbeitetem Fleisch ist nicht gesund.