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Merkel in China: Zusammenarbeit bei Wirtschaft und Krieg

Mit militärischen Ehren ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking von Ministerpräsident Li Keqiang begrüßt worden. Zum achten Mal

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Merkel in China: Zusammenarbeit bei Wirtschaft und Krieg

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Mit militärischen Ehren ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking von Ministerpräsident Li Keqiang begrüßt worden. Zum achten Mal stattet die Regierungschefin der Volksrepublik einen Besuch ab. Es ging vor allem um internationale Krisen wie den Syrienkrieg und um die Wirtschaft. Gut 20 Wirtschaftsvertreter waren mit Merkel nach China geflogen.

In Anwesenheit der beiden Regierungschefs konnten sie schließlich Abkommen in zweistelliger Milliardenhöhe unterzeichnen. So wird etwa Airbus 130 Flugzeuge nach China liefern. Außerdem werden der deutsche Maschinenbauer Voith und die chinesische Drei-Schluchten-Gesellschaft kooperieren. Merkel und Keqiang wiederum vereinbarten, die wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen.

Aber auch bei der Lösung des Syrienkriegs wollen beide Länder kooperieren. Keqian versprach mehr humanitäre Hilfe für die Länder im Nahen Osten, in denen viele Flüchtlinge leben.

Vor der Reise hatten Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty, die International Campaign for Tibet und der Weltkongress der Uiguren Merkel aufgefordert, in Peking klar für Menschenrechte einzutreten. “Unter Führung des aktuellen Präsidenten Xi Jinping müssen wir deutliche Rückschritte bei den rechtlichen Reformen feststellen und damit auch beim Schutz der Menschenrechte”, heißt es in einem Brief. Laut Amnesty International sind noch 28 Anwälte, Mitarbeiter und Aktivisten in Haft, unter Hausarrest oder verschwunden.