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Gewaltwelle im Nahostkonflikt: Tausende bei Trauerzügen für fünf Jugendliche im Westjordanland

In Hebron im Westjordanland haben am Samstag tausende Menschen an Trauerzügen für fünf jugendliche Palästinenser teilgenommen, die bei Zusammenstößen

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Gewaltwelle im Nahostkonflikt: Tausende bei Trauerzügen für fünf Jugendliche im Westjordanland

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In Hebron im Westjordanland haben am Samstag tausende Menschen an Trauerzügen für fünf jugendliche Palästinenser teilgenommen, die bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften ums Leben gekommen waren.

Nach einer Übereinkunft mit den palästinensischen Behörden, dass es keine Massendemonstrationen mit Auschreitungen geben werde, hatte Israel die Körper am Freitag den Angehörigen übergeben. Israelische Sicherheitskräfte sprechen von Vorsichtsmaßnahmen und bezeichnen die jugendlichen Opfer als Angreifer. Andere werden offenbar weiterhin zurückgehalten.

Auch ein acht Monate altes Baby wurde zu Grabe getragen. Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan erstickte es an Tränengas, als es bei Beit Jafar zu Auseinandersetzungen kam.

Und auch am Samstag gab es wieder mindestens einen Toten. Israelische Sicherheitskräfte erschossen einen Palästinenser an einem Checkpoint. Laut einer Sprecherin sei der Mann mit einem Messer auf die Soldaten zugelaufen und habe auch nach Warnrufen nicht gestoppt.

Bei der seit einem Monat anhaltenden Gewaltwelle starben bisher 11 Israelis und 67 Palästinenser. 41 der getöteten Palästinenser seien Angreifer gewesen, so die israelischen Sicherheitsbehörden.

Ausgelöst wurden die Unruhen durch eine vorübergehende Sperre des Tempelberges für Palästinenser und verstärkte Besuche durch jüdische Israelis. Viele Palästinenser verdächtigen Israel, die bislang geltenden Zugangsregeln verändern zu wollen. Israel weist das zurück.