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Russisches Flugzeug mit 224 Passagieren auf dem Sinai abgestürzt - doch keine Überlebenden

Ein russisches Verkehrsflugzeug mit 224 Personen an Bord ist im ägyptischen Sinai abgestürzt. Das ägyptische Luftfahrtministerium dementierte

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Russisches Flugzeug mit 224 Passagieren auf dem Sinai abgestürzt - doch keine Überlebenden

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Ein russisches Verkehrsflugzeug mit 224 Personen an Bord ist im ägyptischen Sinai abgestürzt.

Das ägyptische Luftfahrtministerium dementierte inzwischen Berichte, wonach es Überlebende gegeben habe. Agenturen hatten unter Bezug auf eine Quelle vor Ort von Stimmen berichtet, die aus einem Wrackteil drangen. Russische Medien hatten von vier Überlebenden berichtet.

An der Absturzstelle soll sich ein Bild der Zerstörung bieten. Inzwischen wurden mehr als 100 Tote geborgen, darunter zehn Kinder.

Der Airbus A-321 der Chartergesellschaft Kogalymavia war am Samstagmorgen auf dem Weg vom ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich ins russische St. Petersburg. Um 6.14 Uhr Ortszeit verschwand Flug #7K9268 dann vom Radar der Flugsicherung – nur 23 Minuten nach dem Start. Die Absturzstelle befindet sich 35 Kilometer südlich der Stadt Al-Arish in bergigem und schwer zugänglichem Terrain.

Laut russischen Agenturberichten waren alle Insassen russische Staatsbürger: 17 Kinder, 200 erwachsene Passagiere und sieben Crewmitglieder.

Der ägyptische Luftfahrtminister Mohamed Hossam Kemal teilte mit, es sei noch nicht möglich, die Absturzursache festzustellen. Mehrere Regierungsmitglieder machten sich vor Ort selbst ein Bild der Lage. Aus Sicherheitskreisen hatte es zuvor geheißen, es gebe es derzeit keine Hinweise darauf, dass das Flugzeug abgeschossen wurde, etwa von militanten Islamisten auf dem Sinai.

Aufschluss über die Ursache dürfte die Auswertung der inzwischen geborgene Blackbox des Fliegers geben.

Die russischen Behörden eröffneten inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen die Fluggesellschaft wegen “Verstößen gegen die Regeln für Flüge und die Flugvorbereitung”.