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Syrien-Konferenz ohne Syrer endet ohne Ergebnis

Nach dem achtstündigen Syrien-Gipfel in Wien hat man sich in vielen Punkten geeinigt, doch der große Durchbruch ist ausgeblieben. Die 17

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Syrien-Konferenz ohne Syrer endet ohne Ergebnis

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Nach dem achtstündigen Syrien-Gipfel in Wien hat man sich in vielen Punkten geeinigt, doch der große Durchbruch ist ausgeblieben. Die 17 Teilnehmerstaaten sowie Vertreter der EU und UNO einigten sich in ihrer Abschlusserklärung darauf, dass Syrien geeint werden und bleiben müsse. Ansonsten gab es geringe Schnittmengen. Als bemerkenswert gilt, dass Saudi-Arabien und Iran an den Gesprächen beteiligt waren.

US-Außenminister John Kerry erklärte: “Sergei Lavrov, Außenminister Zarif und ich sind uns darin einig, dass wir uneins sind. Die USA vertreten die Position, dass Präsident Assad Syrien keinesfalls einen und regieren kann. Wir denken, dass die Syrer etwas anderes verdient haben. Unser Ziel ist es, das mit Syrern verschiedener Gruppierungen zusammen zu entwickeln. Aber wir dürfen nicht zulassen, dass Differenzen einer diplomatischen Lösung, mit der das Töten beendet werden kann, in den Weg geraten.”
Uneinigkeit herrscht besonders über Machthaber Assad. Moskau fordert, das syrische Volk solle über seinen Verbleib an der Macht entscheiden.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow machte klar: “Ich denke, weder die USA noch Russsland wollen zu einem so genannten Stellvertreterkrieg zurück kehren.”
Gemeinsame Ziele sind eine Waffenruhe und freie Wahlen. Die Verhandlungen sollen unter Führung der UNO weiter geführt werden.
Euronews-Korrespondentin Daleen Hassan aus Wien: “Nach stundenlangen schwierigen Diskussionen wurde ein neues Treffen vereinbart. Ganz oben auf der Tagesordnung steht dann die Zukunft von Bashar al-Assad. Beobachter beurteilten die Anwesenheit der Gesandten aus Riad und Teheran als besonderes Zeichen dafür, dass internationale und regionale Vertreter sich einander annähern, um nicht nur Gesprächsbereitschaft zu zeigen, sondern eine dauerhafte politische Lösung der Syrienkrise zu finden.”