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HSBC: Weniger Strafgelder, dafür Gegenwind in Asien

Europas größte Bank HSBC profitiert vom Abbau ihrer Altlasten. Dank geringerer Kosten für Streitigkeiten mit den Aufsichtsbehörden stieg der

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HSBC: Weniger Strafgelder, dafür Gegenwind in Asien

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Europas größte Bank HSBC profitiert vom Abbau ihrer Altlasten. Dank geringerer Kosten für Streitigkeiten mit den Aufsichtsbehörden stieg der Vorsteuergewinn im dritten Quartal im Jahresvergleich überraschend kräftig um 32 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Für Strafzahlungen und Vergleiche mit den Aufsehern gab die Bank knapp1,3 Milliarden Euro weniger aus als vor einem Jahr. Zuletzt hatten etwa die Verwicklung in die branchenweite Affäre um manipulierte Devisenkurse und ein Geldwäsche-Fall in der Schweiz die Bilanz belastet.

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Keine Bank kann ihre Einnahmen verbessern, wenn die Weltwirtschaft gegen sie ist

Allerdings machte dem traditionell stark auf Asien konzentrierten Institut die Konjunkturabkühlung in Fernost zu schaffen. Auch den Einbruch an den Börsen im vergangenen Quartal bekam die Bank zu spüren. Die Einnahmen fielen deswegen um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Die HSBC-Aktie gab in London knapp ein Prozent nach. Wegen der Probleme in Schwellenländern hat sie dieses Jahr bereits fast ein Fünftel an Wert eingebüßt.

HSBC-Chef Stuart Gulliver sieht die Bank bei der geplanten Schrumpfkur auf Kurs. Fast 30 Prozent des Weges seien gegangenen. Im Sommer hatte das Institut seine Geschäfte in Brasilien verkauft. Auch aus der Türkei will sich HSBC zurückziehen. Dies dauere aber wohl noch etwas länger, sagte Gulliver. Insgesamt sollen knapp 50.000 Stellen wegfallen. Zuletzt hatte das Geldhaus noch knapp 260.000 Mitarbeiter.

“Das HSBC-Management hat zwar eine gute Arbeit bei der Korrektur der internen Probleme geleistet”, sagte Analyst Jim Antos vom Broker Mizuho Securities. “Aber die Ergebnisse zeigen, dass keine Bank ihre Einnahmen verbessern kann, wenn die Weltwirtschaft gegen sie ist.”

su mit Reuters, dpa